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LIFECYCLE-Projekt hat wettbewerbsfähige, nachhaltige Fischzucht zum Ziel

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat Fischzucht eine wichtige Rolle im EU-Fischereisektor gespielt, und die Hauptakteure sind entschlossen, ihre Produktion weiter zu erhalten. Das EU-finanzierte Projekt LIFECYCLE ("Building a biological knowledge-base on fish lifecycles for...

In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat Fischzucht eine wichtige Rolle im EU-Fischereisektor gespielt, und die Hauptakteure sind entschlossen, ihre Produktion weiter zu erhalten. Das EU-finanzierte Projekt LIFECYCLE ("Building a biological knowledge-base on fish lifecycles for competitive, sustainable European aquaculture") setzt sich für die Entwicklung einer Wissensgrundlage zu Fischlebenszyklen für eine wettbewerbsfähige, nachhaltige europäische Aquakultur durch kombinierte Herangehensweisen über Fragen und Problemen ein. LIFECYCLE wird unter dem Siebten Rahmenprogramm (RP7) mit 6 Mio. EUR finanziert. Unter der Koordination der Universität Göteborg befasst sich LIFECYCLE mit frühen Ereignissen in der Entwicklung, Wachstum und Anpassung an die Umwelt im Verlaufe des Lebenszyklus sowie mit Physiologie und Immunologie von Lebensabschnittsübergängen wie Smoltifikation und Metamorphose. Mithilfe der zur Verfügung gestellten EU-Mittel wird sich die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Fischzuchtbranche verbessern lassen. Die von Professor Thrandur Björnsson vom Universitätsfachbereich für Zoologie angeführte Projektgruppe kombiniert neueste physiologische Forschung mit funktionaler Genomik, um den Aufbau der gegenwärtigen Wissensgrundlage zu Mechanismen für die Steuerung der biologischen Funktionen bei Fischen zu unterstützen. Durch Erweiterung ihres Wissens können Forscher und Industrieunternehmen sich besser auf die Situation einstellen und auftretende Probleme lösen. Wie die Partner berichten, gehören Störungen während der Larvenentwicklung sowie Wachstum und Anpassungen an die Umwelt zu den potenziellen Problemen. "Bei diesem Projekt erforschen wir vor allem die vier wichtigsten Zuchtarten Europas, den Atlantischen Lachs, die Regenbogenforelle, die Meerbrasse und den Europäischen Wolfsbarsch, aber auch Arten wie Kabeljau und Heilbutt," erklärte Professor Björnsson. Das Konsortium aus 14 Mitgliedern wird umfassende Ressourcen und biologische Informationen über Zuchtarten nutzen und kombinieren, um die Forschung zu erweitern. Bei dem Projekt werden die Forscher Veränderungen in physiologischen Systemen an bestimmten Punkten des Lebenszyklus der Arten beurteilen. Dadurch können sie besser feststellen, wie früh Faktoren die späteren Lebensabschnitte der Arten beeinflussen. Den Partnern zufolge werden sie auch übergreifende Experimente in Bezug auf die Integration und Benutzung gleichartiger Signalwege unter physiologischen Systemen durchführen. Schließlich wird diese Studie die Leitung von Forschung zu den vorhandenen Engpässen unterstützen, die sich auf die Produktion auswirken. Neueste Daten lassen auf eine hohe Abhängigkeit Europas von Fischimporten schließen. Die Tatsache, dass lokale Fischfangquoten drastisch reduziert wurden und dass Fischbestände kollabiert sind, hat die Fischereiindustrie schwer getroffen. Die Forscher glauben, dass die Erhöhung von Fischimporten einen Rückgang auf Verbraucherebene auslösen könnte, vor allem wegen höherer Preise und geringerer Liefermengen. Dieses Problem wirkt sich dann wiederum auf das Wohl der Verbraucher aus. Denn jeder kennt die Vorteile für die Gesundheit, die das Essen von Fisch mit sich bringt. Die Nutzung von Fischbeständen in anderen Teilen der Welt führt zur Überfischung und zwingt internationale Fischereiunternehmen zur Vertreibung lokaler Fischereiindustrien, meinen die Forscher und fügen hinzu, dass Langstreckentransport durch Importe zunehmen könnte, was sich nachteilig auf die Qualitätskontrolle auswirken kann.

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