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Mittelmeerdiät tut dem Körper gut

Gesundheit und langes Leben - welcher Mensch hat nicht genau diese Wünsche? Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass etliche Lebensmittelgruppen in der mediterranen Ernährung eine viel größere Rolle als andere bei der Verwirklichung dieser Träume spielen. Laut der Studie besteht...

Gesundheit und langes Leben - welcher Mensch hat nicht genau diese Wünsche? Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass etliche Lebensmittelgruppen in der mediterranen Ernährung eine viel größere Rolle als andere bei der Verwirklichung dieser Träume spielen. Laut der Studie besteht das Rezept für den Erfolg darin, mehr Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Olivenöl zu essen. Die im British Medical Journal veröffentlichte prospektive Kohortenstudie wurde teilweise innerhalb des EU-Programms "Europa gegen den Krebs" gefördert. Es haben sich schon viele Studien auf die Vorteile der Einführung und Beibehaltung einer Mittelmeerdiät konzentriert, aber diese jetzt vorliegende neueste Studie zu diesem Thema ist die erste, die der Bedeutung ihrer einzelnen Komponenten nachgeht. "Wir haben den Beitrag der neun weithin akzeptierten Bausteine einer mediterranen Ernährung (hohe Aufnahme von Gemüse, Obst und Nüssen, Hülsenfrüchten, Fisch und Meeresfrüchten sowie Getreide; geringe Aufnahme von Fleisch, Fleischerzeugnissen und Milchprodukten; hoher Anteil an einfach gesättigten Fetten und moderater Genuss von Alkohol) bei der inversen Assoziation dieser Ernährung zur Gesamtsterblichkeit bewertet", liest man in der Studie. Die Forscher untersuchten jede einzelne Komponente der klassischen Mittelmeerdiät - die reich an Fisch, Meeresfrüchten, Getreide und arm an Milchprodukten ist - um zu sehen, ob eine Zutat ein Indikator für Langlebigkeit sein könnte. Wie Koautor Professor Dimitrios Trichopoulos von der Harvard School of Public Health in den USA erklärt, beurteilte das Team zu diesem Zweck 23.349 am griechischen Teil der EPIC-Studie (Europäisches Netz für prospektive Krebs- und Ernährungsforschung, European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) teilnehmende Männer und Frauen, bei denen bisher keine Krankheiten wie Krebs oder Diabetes diagnostiziert worden waren. Die EPIC-Studie läuft in 23 Forschungszentren zehn europäischer Nationen. Ziel ist es, die Rolle der biologischen Einflüsse sowie der Faktoren Ernährung, Lebensstil und Umwelt zu untersuchen, die Krebs und andere chronische Krankheiten verursachen. Die Teilnehmer der Studie wurden gebeten, Fragebögen zu Ernährung und Lebensstil auszufüllen. Sie wurden außerdem zu körperlicher Betätigung, ihrer Krankheitsgeschichte und ihren Rauchgewohnheiten befragt. Nach Angaben der Forscher wurde die Tatsache, ob die an der Studie teilnehmenden Personen in Einklang mit der traditionellen mediterranen Ernährung leben, auf einer Bewertungsskala von 0 bis 10 eingeschätzt. Die Teilnehmer wurden anschließend über durchschnittlich 8,5 Jahre hinweg zu Interviews eingeladen. Während dieser Zeit starben 1075 Teilnehmer (Von den 12.694 Probanden mit einem Mittelmeerdiät-Punktwert von 0 bis 4 verstarben 652 aus verschiedenen Gründen. Außerdem gab es 423 Todesfälle unter den 10.655 Versuchspersonen mit einer Punktzahl von 5 oder mehr). "Wir konnten feststellen, dass Menschen, die die mit dem Punktwert eingeschätzte traditionelle mediterrane Diät strenger einhielten, eine geringere Gesamtsterblichkeit hatten. Insbesondere war eine verstärkte Einhaltung des Mittelmeerdiät-Punktwerts um zwei Einheiten - was eine durchaus realistische Zielstellung ist - mit einer statistisch signifikanten 14 Prozent geringeren Gesamtsterblichkeit assoziiert", so die Forscher. "Schon in vielen Studien zur Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen der mediterranen Ernährung haben die Autoren über die biologischen Prozesse spekuliert, die diese offensichtlichen Auswirkungen vermitteln, sich dabei auf mögliche anti-onkogene [d. h. tumorunterdrückende] Wirkungen der Ölsäure in Olivenöl, Resveratrol und Piceid - vor allem in Wein - und mehrere andere Antioxidantien in Olivenöl und pflanzlichen Nahrungsmitteln sowie die allgemein anerkannten günstigen Wirkungen von Olivenöl auf Blutfettwerte konzentriert." Sicher ist: Trotz der Tatsache, dass auch diese Forschungsstudie aufgrund dessen, dass die Ernährung der Menschen, je nachdem, ob sie im gleichen Land leben oder nicht, variiert, keine Ergebnisse in allen Bereichen liefern kann, zeigen die Resultate der Studie, dass der Mittelmeerdiät-Punktwert "eine effektive Anzeige der Mortalität ist, da er die Zusammenhänge der Sterblichkeit mit vielen einzelnen Komponenten zu einem einzigen eindimensionalen Punktwert zusammenführt."

Länder

Griechenland

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