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Soziale Forschung für Interessengruppen betreiben

Auch in den heutigen Zeiten knapper Budgets und strenger Sparsamkeit müssen Europas Regierungen überaus wichtige ökonomische und soziale Entscheidungen treffen. So brauchen politische Entscheidungsträger mehr denn je Zugang zu verlässlichen, hochwertigen ökonomischen und sozia...

Auch in den heutigen Zeiten knapper Budgets und strenger Sparsamkeit müssen Europas Regierungen überaus wichtige ökonomische und soziale Entscheidungen treffen. So brauchen politische Entscheidungsträger mehr denn je Zugang zu verlässlichen, hochwertigen ökonomischen und sozialen Forschungsergebnissen, um eine Entscheidungsfindung sicherzustellen, in die so viel wie möglich Informationen eingeflossen sind. Ein neues EU-finanziertes Projekt mit der Bezeichnung SCOOP zielt nun darauf ab, als besorgniserregend erkannte Kommunikationslücken zwischen der Forschungsgemeinschaft und den Mächtigen zu überbrücken. Das im Oktober 2009 gestartete SCOOP-Projekt ("Socio-economic sciences: communicating outcomes oriented to policy") verbindet Forschung in Wirtschafts-, Sozial- und Geisteswissenschaften (SSH) mit den politischen Entscheidungsträgern auf lokaler, regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Es soll außerdem den Informationsfluss zu den wichtigsten Gruppen wie den Organisationen der Zivilgesellschaft und der Geschäftswelt erleichtern. Innerhalb des Projekts gilt jetzt schon als sicher: Zur Verbesserung des Informationsaustauschs wird eine geeignete Plattform für Forschungskommunikation benötigt; außerdem müssen die Kommunikationsfähigkeiten der Forscher entwickelt werden. Das Projekt beinhaltet zwei zentrale Werkzeuge, mit denen diese Fragen angegangen werden. Zum ersten handelt es sich um einen monatlichen Nachrichtenservice zur Verbreitung von Forschungsergebnissen aus EU-Projekten, die innerhalb des Sechsten und Siebten Rahmenprogramms finanziert werden. Das zweite Tool ist eine Reihe von Kommunikationskursen, um SSH-Forscher dabei zu unterstützen, den Effekt ihrer politischen und kommunikativen Bemühungen zu erhöhen. Der monatliche Benachrichtigungsdienst basiert auf einem Modell, das derzeit mit großem Erfolg bei der Generaldirektion Umwelt im Einsatz ist. Der Benachrichtigungsdienst "Science for Environment Policy" bietet einfach zu lesende, kurze Zusammenfassungen von Forschungsergebnissen in einhundert Worten und soll politische Entscheidungsträger und Interessenvertreter zu neuesten Entwicklungen in der Umweltforschung auf dem Laufenden halten. SCOOP hat diese bewährten Werkzeuge übernommen und auf die SSH-Forschung angewandt. Nachrichtenartikel werden in eine E-Mail eingebettet, während auf einer entsprechenden Projekt-Webseite (www.scoopproject.org.uk) ein Archiv bisheriger Artikel zur Verfügung steht. Der Benachrichtigungsservice ist kostenlos und kann auf der Webseite abonniert werden. In Gesprächen mit Projektkoordinatoren und politischen Entscheidungsträgern sind Kommunikations-Expertenseminare entwickelt worden. Es werden insgesamt sieben Expertenseminare stattfinden. Erfolgreiche Schulungspakete hängen auch von der Anwerbung der Teilnehmer ab. Zur erfolgreichen Erfüllung dieses Ziels ist ein effektives Förderprogramm erforderlich. Das erste Expertenseminar fand im Juli 2010 statt und wurde von den Delegierten sehr positiv aufgenommen. Für Oktober 2010 und Februar 2011 sind weitere Expertenseminare geplant. Diese werden auf der Projekt-Webseite angekündigt. Das Dreijahresprojekt SCOOP läuft bis September 2012 und wird entsprechend guter fachlicher Praxis fortlaufend im Hinblick auf die Verbesserung des Service bewertet. Diese Bewertung konzentriert sich auf die Effektivität des Benachrichtigungsdienstes und die Qualität der Expertenprogramme.