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KMU mit Sprachkenntnissen kommen weiter

In diesem Jahr beleuchtet der Europäische Tag der Sprachen das Potenzial und die Herausforderungen der Mehrsprachigkeit für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der EU. Seit 2001 wird mit dieser jährlichen Veranstaltung die sprachliche Vielfalt Europas gewürdigt. und...

In diesem Jahr beleuchtet der Europäische Tag der Sprachen das Potenzial und die Herausforderungen der Mehrsprachigkeit für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der EU. Seit 2001 wird mit dieser jährlichen Veranstaltung die sprachliche Vielfalt Europas gewürdigt. und auch in diesem Jahr werden um den 26.September herum die unterschiedlichsten Veranstaltungen organisiert. Eine der zentralen Aktionen war die Brüsseler Konferenz zum Thema "Sprachen für KMU" am 24. September. Zu dieser Tagung wurden rund 150 Vertreter von Unternehmen, Wirtschaftsverbänden sowie nationalen und lokalen Behörden erwartet. Präsentiert wurden Erfolgsgeschichten aus ganz Europa: Beispiele von mehreren florierenden Unternehmen, die einen großen Teil ihres spektakulären Wachstums ihren sprachlichen Fähigkeiten zuzuschreiben haben. Nach der Eröffnung nahm Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit und Jugend, an einer Diskussion am runden Tisch über Sprachen, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungsfähigkeit teil. Schon im Vorfeld der Veranstaltung betonte sie die Bedeutung der Überwindung sprachlicher Barrieren: "Den Menschen in Europa wird in zunehmendem Maße bewusst, welchen Unterschied Fremdsprachenkenntnisse für ihr Leben ausmachen können. Sprachen sind nicht nur von praktischem Nutzen für die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen, sondern sie erweitern auch die Geschäftsmöglichkeiten für Unternehmen, da sie einen Wettbewerbsvorteil darstellen und Exportmärkte erschließen." Die Europäische Kommission stellt im Rahmen ihres Programms für lebenslanges Lernen jährlich 50 Mio. EUR zur Förderung von Sprachaktivitäten und -projekten bereit. Die Konferenz bietet außerdem Gelegenheit, sich über die Kunst der Unternehmensführung in einer fremden Sprache auszutauschen. Der finanzielle Schaden für europäische KMU, die aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse Verträge verloren haben, gehen schätzungsweise in Millionenhöhe. Eine im Jahr 2007 von der Generaldirektion Bildung und Kultur der Europäischen Kommission beauftragte Umfrage unter knapp 2.000 Unternehmen ergab, dass 11% der Befragten solche Situationen erlebt haben. Diese Ergebnisse spiegeln die Bedeutung und das Potenzial der Sprachweiterbildung für die Humanressourcen in Europa wider. "Die Verbesserung des Gesamtniveaus der Sprachkenntnisse in Europa wird zudem einen Beitrag zu unserer Strategie 'Europa 2020' für intelligentes und integratives Wachstum leisten", erklärte die Kommissarin, "und Mehrsprachigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Flaggschiff-Initiativen 'Jugend in Bewegung' und 'Agenda für neue Kompetenzen und neue Beschäftigungsmöglichkeiten'". Zur Verbreitung dieser Botschaft werden in allen EU-Mitgliedstaaten Veranstaltungen organisiert, die sich dem Thema jeweils auf ihre eigene Art und Weise nähern. Die lokalen Beiträge reichen von mehrsprachigen Aufführungen von Grundschülern in der deutschen Hauptstadt Berlin bis zu einem mehrsprachigen Rap-Konzert in Dänemark und speziellen Radiosendungen in Bulgarien und sind in ihrer Würdigung des sprachlichen Reichtums Europas so vielfältig wie die 23 Amtssprachen und 40 Regional- und Minderheitensprachen der EU selber. Weitere Veranstaltungen umfassen "Geschichtenerzählen" in Finnland, einen runden Tisch zum Thema "Mehrsprachigkeit und Unternehmen", hochrangige Gespräche in Italien zum Beitrag der Sprachen zur europäischen Integration sowie Vorführungen von mehr als ein Dutzend europäischen Filmen in Originalsprache in Warschau, Polen. Eine vollständige Veranstaltungsliste für den Europäischen Tag der Sprachen 2010 findet sich online.

Länder

Österreich, Belgien, Bulgarien, Zypern, Tschechien, Deutschland, Dänemark, Estland, Griechenland, Spanien, Finnland, Frankreich, Ungarn, Irland, Italien, Litauen, Luxemburg, Lettland, Malta, Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, Slowakei

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