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Elektrisierende Unterstützung in der europäischen IKT-Industrie

Mehrere große europäische IKT-Unternehmen (Informations- und Kommunikationstechnologien) haben sich zusammengetan und sich verpflichtet, die Energieeinsparung im IKT-Sektor Europas zu fördern. Erst vor Kurzem bot die Veranstaltung "ICT 2010: Digitally Driven" in Brüssel weiter...

Mehrere große europäische IKT-Unternehmen (Informations- und Kommunikationstechnologien) haben sich zusammengetan und sich verpflichtet, die Energieeinsparung im IKT-Sektor Europas zu fördern. Erst vor Kurzem bot die Veranstaltung "ICT 2010: Digitally Driven" in Brüssel weiteren Unternehmen die ideale Gelegenheit, sich den IKT-Unternehmen anzuschließen, die bereits die entsprechenden Verhaltenskodexe unterzeichnet hatten. Die feierliche Unterzeichnung am 28. September 2010 war hochkarätig besetzt. Diese Unterstützung bringt weitere Impulse für die Umsetzung der digitalen Agenda für Europa, die im Mai 2010 angenommen wurde und Europas IKT-Sektor vor allem ermutigt, eine herausragende Rolle bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu spielen. Die von der Gemeinsamen Forschungsstelle (Joint Research Center, JRC) der Europäischen Kommission verwalteten freiwilligen Verhaltenskodexe ermöglichen es Europas IKT-Akteuren, Maßnahmen festzulegen, die zu einem geringeren Stromverbrauch durch IKT beitragen und die Energieeffizienz in der gesamten Branche verbessern. Insgesamt gibt es fünf Verhaltenskodexe zu folgenden Bereichen: Breitbandausrüstungen, Rechenzentren, Digitalfernsehdienste, die Effizienz externer Netzteile sowie unterbrechungsfreie Stromversorgungssysteme. Im Mittelpunkt der feierlichen Unterzeichnung standen ganz deutlich die ersten beiden Codexe. Der Verhaltenskodex für Breitbandausrüstungen wurde 2007 initiiert und gilt für einen Bereich, auf den rund 15% des Gesamtenergieverbrauchs im IKT-Sektor entfallen. Er legt den maximalen Stromverbrauch für viele unterschiedliche Gerätearten beim Verbraucher selber und bei den Netzbetreibern fest, beispielsweise für Modems, Switches, Router und Home-Gateways. Erreicht werden die Energieeinsparungen hier hauptsächlich mithilfe geeigneter Energiesparkomponenten. Der Codex wurde auf der Veranstaltung von zehn neuen Unternehmen unterzeichnet: A1 Telekom Austria AG (Österreich), Belgacom (Belgien), British Telecom (Vereinigtes Königreich), KPN (Niederlande), France Telecom-Orange (Frankreich), OTE (Griechenland), Portugal Telecom, Telefonica (Spanien), Telenor (Norwegen) und Türk Telekom (Türkei). Damit deckt der Verhaltenscodex nun insgesamt 65 Millionen Breitbandanschlüsse in der EU (72%) plus weitere 10 Millionen Anschlüsse in Norwegen, der Schweiz und der Türkei ab. Der Verhaltenskodex für Rechenzentren gilt für Gebäude von Rechenzentren, Anlagen und Kommunikationsausrüstungen der Server. Er wurde im Oktober 2008 eingeführt und soll den Verbrauch eines schnell wachsenden Bereichs eindämmen, der bereits für 18% des Stromverbrauchs im europäischen IKT-Sektor verantwortlich ist - rund 56 TWh (Terawattstunden) pro Jahr. Belgacom, France Telecom-Orange, TDC Services, Telecom Italia, Telefonica und Türk Telekom nutzten die Gelegenheit, den Verhaltenskodex zu unterzeichnen, der bereits von 26 Teilnehmern angewendet und von mehr als 100 Organisationen unterstützt wird. Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft: "Der Erfolg dieser Verhaltenskodexe zeigt, dass die Branche die Innovation zur Steigerung der Energieeffizienz als geschäftliche, wirtschaftliche und umweltpolitische Priorität erkannt hat. Dies ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie die Gemeinsame Forschungsstelle hinter den Kulissen tätig ist und die Strategie Europa 2020 unterstützt." Mit insgesamt 16 neue Verpflichtungen für diese beiden Verhaltenskodexe erhalten die Bemühungen, den Stromverbrauch im IKT-Sektor zu reduzieren, zusätzlichen Antrieb. Unterzeichner verpflichten sich freiwillig, durch die Übernahme der besten verfügbaren Praktiken den Energieverbrauch in einem klar definierten Zeitraum in einem vereinbarten Umfang zu senken. IKT-Ausrüstungen und -Dienstleistungen verursachen in der EU mehr als 8% des Stromverbrauchs und etwa 4% der CO2-Emissionen. Die für die digitale Agenda zuständige Vizepräsident der Europäischen Kommission Neelie Kroes sagte zu diesem neuen Meilenstein: "Die Anwendung dieser beiden Verhaltenskodexe wird den Stromverbrauch in der EU erheblich senken und könnte eine Einsparung von 4,5 Milliarden EUR bedeuten. Ich begrüße diese Arbeit für eine nachhaltige Zukunft.

Länder

Österreich, Belgien, Schweiz, Griechenland, Spanien, Frankreich, Niederlande, Norwegen, Portugal, Türkei

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17 Oktober 2013