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Inhalt archiviert am 2023-03-20

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Medizinische Forschung noch schneller ins Behandlungszimmer transferieren

Aufgrund der höheren Lebenserwartung und eines veränderten Lebensstils nehmen chronische Krankheiten wie Krebs und Alzheimer in ganz Europa zu. Im Prinzip führt die biomedizinische Forschung zu Entdeckungen, mit denen neue Therapien und diagnostische Lösungen möglich werden, d...

Aufgrund der höheren Lebenserwartung und eines veränderten Lebensstils nehmen chronische Krankheiten wie Krebs und Alzheimer in ganz Europa zu. Im Prinzip führt die biomedizinische Forschung zu Entdeckungen, mit denen neue Therapien und diagnostische Lösungen möglich werden, doch oft bleiben diese zu lange im Labor und erreichen die betroffenen Patienten erst mit großer Verzögerung. Deshalb wurde eine neue Organisation ins Leben gerufen, die dazu beitragen will, die "translationale Lücke" zu überbrücken, die derzeit noch die Welt der wissenschaftlichen medizinischen Forschung von Anwendungen in der Klinik trennt. EATRIS, die "European Advanced Translational Research Infrastructure in Medicine", wird durch ein gesamteuropäisches Konsortium aus 60 führenden akademischen Institutionen betrieben werden. Zu diesen gehören auch führende biomedizinische translationale Forschungszentren. Ziel ist es sicherzustellen, dass biomedizinische Forschung schneller und effizienter in Produkte für die klinische Anwendung, wie neue Medikamente, Impfstoffe und Diagnostika, umgesetzt wird. Durch diese Kooperation erhofft man sich, dass große Fortschritte auf dem Gebiet der biomedizinischen Forschung in medizinische Innovationen umgesetzt werden, die den Patienten einen erheblichen Nutzen bringen. In seinem Kommentar zum Start sagt der wissenschaftliche Direktor Dr. Giovanno Migliaccio: "Der Auftakt der EATRIS-Aktivitäten kommt nach einer langen Vorbereitung. Wir sind zuversichtlich, dass unsere Forschungsinfrastruktur eine positive Auswirkung auf den Bereich der translationalen Medizin innerhalb des Europäischen Forschungsraums (ERA) haben und den Bürgerinnen und Bürgern Europas erhebliche und spürbare Vorteile bringen wird." Er fährt fort: "Dies wird es den Mitgliedstaaten auch ermöglichen, die Verdopplung der Infrastruktur zu vermeiden, sowie eine effizientere Nutzung der verfügbaren Ressourcen in diesen wissenschaftlich und wirtschaftlich schwierigen Zeiten erleichtern." Obwohl er betont, dass EATRIS nicht nur ein Dienstleister sei, der die Produktentwicklung mit Hilfe eines Teams von spezialisierten Wissenschaftler erleichtert, ziele diese Organisation auch auf strategische Weise darauf ab, die Ergebnisse in der translationalen Medizin zu verbessern, indem aktuelle Paradigmen der therapeutischen und diagnostischen Produktentwicklung infrage gestellt werden. Das Konsortium wird sich dafür einsetzen, dass EATRIS zu einem "Konsortium für eine europäische Forschungsinfrastruktur" ('European Research Infrastructure Consortium, ERIC) wird, eine juristische Person, die speziell für die Bildung gemeinsamer Forschungseinrichtungen auf europäischer Ebene geschaffen wurde. Eine wichtige Zielgruppe für die Arbeiten von EATRIS werden von seltenen Krankheiten Betroffene sein, da hier die Lücke zwischen aufwärts gerichteter Forschung und neuen, klinisch anwendbaren Medikamenten besonders breit ist und verringert werden muss. Das heißt, es müssen mehr und bessere Behandlungen sowie Diagnostik und Vorsorgemaßnahmen bereitgestellt werden, um mehr Patienten zu geringeren Kosten zu behandeln. Am 3. und 4. Juni findet der offizielle Auftakt von EATRIS in der neuen Zentrale der Organisation in Amsterdam im Rahmen einer Konferenz über translationale Medizin (Translational Medicine) statt. Zu den Themen gehören Trends und Herausforderungen der translationalen Forschung in Europa und darüber hinaus (Trends and Challenges in Translational Research in Europe and Beyond) sowie Europas Bedarf im Zusammenhang mit der Übertragung von Forschung in innovative Medizinprodukte (Europe's Needs in Translating Science into Innovative Medical Products).Weitere Informationen: EATRIS http://www.eatris.eu(öffnet in neuem Fenster)

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