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Hohe Anpassungsfähigkeit im Werkzeugmaschinenbau erreichen

Mit Werkzeugmaschinen stellt man Produkte her, indem Metalle und andere Materialien durch Formen, Schneiden, Schleifen und Abscheren in verwendbare Objekte umwandelt werden. Ihr rationeller Einsatz ist wichtig, um eine Effizienz der Betriebsabläufe zu erreichen, vor allem wenn...

Mit Werkzeugmaschinen stellt man Produkte her, indem Metalle und andere Materialien durch Formen, Schneiden, Schleifen und Abscheren in verwendbare Objekte umwandelt werden. Ihr rationeller Einsatz ist wichtig, um eine Effizienz der Betriebsabläufe zu erreichen, vor allem wenn es sich um Massenproduktion handelt. Der Werkzeugmaschinenbau ist außerdem ein wichtiger Wirtschaftssektor. Wirtschaftskrise und steigender internationaler Konkurrenzdruck haben sehr schnell zur Spezialisierung geführt. Dies lässt am sich am schnellen Wachstum der Mechatronik erkennen - einer Kombination aus Maschinenbau, Elektrotechnik, Steuerungstechnik und Informatik, die Intelligenz in mechanische Strukturen integrieren will. Ziel ist es, gesteigerte Leistung und größere Flexibilität zu erreichen. Das EU-finanzierte Projekt CHAMELEON bemühte sich sicherzustellen, dass die europäische Industrie an der Spitze dieser neuen innovativen Werkzeugmaschinentechnik steht. Das Projekt, das im November 2011 abgeschlossen wurde, setzte einen neuen Ansatz ein, um aktive intelligente Vorrichtungen, die in Werkzeugmaschinen integriert sind, zu nutzen, um vollständig konfigurierbare und anpassbare Fertigungslinien zu erreichen. In praktischer Hinsicht war das Hauptziel des Projektes, Werkzeugmaschinen mit verschiedenen aktiven intelligenten Vorrichtungen auszustatten. Durch diese Vorrichtungen sind die Maschinen an verschiedene Aufgaben komplett anpassbar, wodurch sie in der Tat zu einer Art Chamäleon in der Fabrik werden. Zum Beispiel kann nun dieselbe Maschine sowohl für die Rohbearbeitung von Hartstahl als auch für die Hochgeschwindigkeitszerspanung von Aluminium eingesetzt werden. In der Vergangenheit mussten zwei separate Maschinen für diese unterschiedlichen Aufgaben eingesetzt werden. Insgesamt wurden elf neue Vorrichtungen mit intelligenter Aktivität entwickelt. Dazu gehören ein aktiver Dämpfer zur Beseitigung von Schwingungen, ein hydraulischer Aktuator zur Kompensation der Deformationen in der Maschinenstruktur, eine magnetgelagerte Elektrospindel, ein Dauersystem zur Lokalisierung der Werkzeugposition mithilfe von Laser und ein optisches Kontrollsystem (Artificial Vision) für die automatische Suche nach Referenzen in großes Bauteilen. Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass die Position der Spitze des Zerspanungswerkzeugs unter ständiger Kontrolle ist. Die Vorrichtungen besitzen auch das Potenzial, die Produktivität der Werkzeugmaschine zu erhöhen, indem Schwingungen eliminiert und die Präzision erhöht werden. Das Projekt CHAMELEON wurde mit 3,6 Mio. EUR von der EU gefördert und wird zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit Europas im Bereich der Fertigung und zum Erhalt seiner Position an der Spitze der Technologie beitragen. Europäische Unternehmen werden zu den ersten gehören, die dieses Adaptationskonzept anwenden können. Dadurch wird nicht nur Werkzeugmaschinenbauern sondern auch Endnutzern, den Unternehmen, mehr Potential geboten, die dank der in diesem Projekt entwickelten Vorrichtungen in der Lage sein werden, den Rahmen der möglichen Fertigungsoperationen zu erweitern. Die Endergebnisse wurden bereits auf zwei Maschinen angewendet. Die meisten Vorrichtungen befinden sich derzeit in der Phase des Industrieverfahrens und es wird erwartet, dass die entwickelten Innovationen allmählich in die industrielle Basis Europas integriert werden.Weitere Informationen sind abrufbar unter: CHAMELEON http://www.chameleonproject.eu/ Projektdatenblatt

Länder

Spanien

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12 Juli 2016