CORDIS Express: EU-Forschung unterstützt Energieziele
Die Energiesicherheit ist seit langem ein Thema, das in der EU mit größter Besorgnis betrachtet wird. Und auch die jüngsten politischen Umwälzungen in der Ukraine haben die Dringlichkeit des Problems weiter verschärft. Wir haben guten Grund uns betroffen zu fühlen: Im Jahr 2013 stammten 42 % der EU-Gasimporte und 33 % der Ölimporte der EU aus Russland. Allerdings sind wir nicht nur auf Russland angewiesen. Die EU importiert mehr als die Hälfte der verbrauchten Energie. Wir sind in hohem Maße abhängig von importiertem Rohöl (fast 90 %), Erdgas (66 %) und in geringerem Ausmaß von festen Brennstoffen (42 %) sowie Kernbrennstoffen (40 %). Der Wert der Energieimporte in die EU beträgt atemberaubende 1 Mrd. EUR pro Tag. Die Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz werden einen Beitrag zur Lösung dieses Problems leisten. Die EU-Länder arbeiten derzeit auf das Ziel hin, bis zum Jahr 2020 den Anteil der Energien aus erneuerbaren Energiequellen um 20 % sowie die Energieeffizienz um 20 % zu steigern. Wir bewegen uns in die richtige Richtung - im Jahr 2012 erreichte unser Anteil an erneuerbaren Energien 14,1 % des Endenergieverbrauchs. Und heute ist mehr als 50 % der Stromproduktion CO2-frei (einschließlich erneuerbarer Energien und Kernenergie). Unsere Ziele für 2020 sowie unsere Suche nach neuen Energiequellen und besseren Energiesystemen erfordern talentierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und innovative Forschung. Diese Ausgabe von CORDIS Express befasst sich mit den EU-finanzierten Projekten, die uns dabei helfen können, umweltfreundliche, nachhaltige und sichere Energie zu erreichen. - Wissenschaft im Trend: Auf der Suche nach Energie für unsere Welt(öffnet in neuem Fenster) - Umweltpolitische Entscheidungen über Energiequellen ermöglichen(öffnet in neuem Fenster) - Biomasse: Herausforderung in Sachen Nachhaltigkeit(öffnet in neuem Fenster) - Energiesektor wird intelligent!(öffnet in neuem Fenster) - Kostengünstige solare Heizung und Warmwasserbereitung für Haushalte(öffnet in neuem Fenster) - Wasserstoffproduktion bei fluktuierender Stromversorgung(öffnet in neuem Fenster) - Sonnige Zukunft für Nuklearchemiker(öffnet in neuem Fenster) - Stromerzeugung aus rotierenden Helikopterflügeln(öffnet in neuem Fenster)