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Europäische Kommission schafft Task Forces zur Verbesserung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit

Der Text dieser Nachricht wurde unverändert aus der Datenbank RAPID der Europäischen Kommission übernommen: Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit, der Umwälzungen des gesellschaftlichen Lebens und der technologischen Revolution ist es von Bedeutung, sicherzugehen, daß die EG-...

Der Text dieser Nachricht wurde unverändert aus der Datenbank RAPID der Europäischen Kommission übernommen: Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit, der Umwälzungen des gesellschaftlichen Lebens und der technologischen Revolution ist es von Bedeutung, sicherzugehen, daß die EG-Forschung die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen der Gemeinschaft erhöht und für den Bürger sichtbare Ergebnisse hervorbringt. Europa muß sich bereits heute auf diese Herausforderungen einstellen. Wie muß ein umweltfreundliches Auto aussehen? Wie kann der Zugang zur Informationsgesellschaft erleichtert werden? Wie sehen die Flugzeuge des Jahres 2000 aus? Welche Rolle spielt die Öko-Industrie? Wie können die therapieresistenten und sogar um sich greifenden Viruskrankheiten besser bekämpft werden? Gemäß den von der Kommission in ihrem Arbeitsprogramm eingegangenen Verpflichtungen haben Edith Cresson, für Forschung, Bildung und Ausbildung zuständiges Kommissionsmitglied, und Martin Bangemann, zuständig für Industrie, Telekommunikation und Informationstechnologien, heute angekündigt, daß sie die Kompetenz und die Ressourcen ihrer jeweiligen Dienststellen im Hinblick auf die Einleitung der ersten gemeinsamen Projekte im Interesse der Industrie zusammenlegen werden. Warum? Diese Initiative entspricht voll den Empfehlungen des Weißbuchs über "Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung", in dem hervorgehoben wird, daß eine stärkere Koordinierung der FTE-Tätigkeit und -Politik sowie eine Verstärkung der bisher unzureichenden Fähigkeit der Europäer, ihre wissenschaftlichen und technologischen Leistungen in wirtschaftlichen Erfolg umzumünzen, erforderlich ist. Die Annahme dieser Herausforderung ist umso dringender, als die neuen Technologien die Arbeitsplätze von morgen schaffen. Daher müssen alle erforderlichen Kenntnisse und alle verfügbaren Finanzmittel gezielt eingesetzt werden, um die Industrie in die Lage zu versetzen, der internationalen Konkurrenz wirksamer entgegentreten und dem Innovationsdruck besser standhalten zu können. Mit welchen Mitteln? Daher haben E. Cresson und M. Bangemann beschlossen, unter Beteiligung ihrer beider Dienststellen (Generaldirektionen Forschung, Industrie, Bildung und Ausbildung, Telekommunikation) zu bestimmten Themen "Task Forces" für gemeinsame Projekte im Interesse der Industrie zu schaffen. Task Forces werden zu folgenden Themen ins Leben gerufen: - das Auto der Zukunft - Lern-Software und Multimedia-Umgebung - Flugzeuge der neuen Generation - Impfstoffe gegen Viruskrankheiten - die Züge von morgen Weitere Task Forces werden nach und nach - zu Themen wie umweltfreundliche Technologien und Anwendungen der Technologien der Informationsgesellschaft - geschaffen werden. Welches sind die Aufgaben? Die Hauptaufgaben der Task Forces sind: * Festlegung der Forschungsprioritäten, ausgehend von einer eingehenden Konsultation der Industrie (einschließlich KMU/KMI) und der Benutzer. Die ersten Vorbereitungstreffen zwischen E. Cresson, M. Bangemann und den Vorständen der europäischen Luftfahrtindustrie haben bereits stattgefunden; * Sicherstellung - gemeinsam mit der Industrie und den Mitgliedstaaten - einer wirksamen Koordinierung der verfügbaren Mittel, insbesondere im Rahmen der Durchführung des vierten FTE-Rahmenprogramms, für das 12,3 Milliarden ECU sowie bis 1996 bereitzustellende Rückstellungen in Höhe von 700 Mio. ECU vorgesehen sind. Dies wird dazu führen, daß man sich auf bisher nicht in Anspruch genommene Artikel des Vertrags über die Europäische Union stützen wird, wie Artikel 130 h, in dem die Koordinierung mit der FTE-Politik der Mitgliedstaaten vorgesehen ist, Artikel 130 l (Beteiligung an Maßnahmen der Mitgliedstaaten) oder Artikel 130 k (Durchführung von Zusatzprogrammen). Selbstverständlich können die im Rahmen der übrigen Gemeinschaftspolitik zur Verfügung stehenden Mittel (z.B. Ausbildungspolitik, Kohäsionspolitik) gegebenenfalls eingesetzt werden. Ebenso sollten sich die geplanten Maßnahmen und die Initiativen im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit (insbesondere im Rahmen von EUREKA) ergänzen. * Förderung der Nutzung zusätzlicher Finanzmittel bei der Durchführung der ausgewählten Projekte (z.B. Risikokapital nach dem Modell der USA) und rechtliche Erleichterung der Zusammenarbeit interessierter Unternehmen, (z. B. in Form einer EWIV, solange die im Ministerrat noch immer blockierte Entscheidung über eine Gesellschaft europäischen Rechts noch aussteht.

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24 Juli 1996