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Disinfecting the Stethoscope membrane through a hi-tech UV device

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Bahnbrechendes Mikroelektroniksystem zur Desinfektion von Stethoskopen

Nahezu 85 % aller Stethoskope sind mit Bakterien und Krankheitserregern kontaminiert. Mit der innovativen Lösung eines EU-finanzierten Projekts könnte diese alarmierende Statistik nun verbessert werden.

Gesundheit

Infektionen mit Krankenhauskeimen gehören zu den dringlichsten Probleme der modernen Medizin, da sie mit hohen Krankheits- und Sterberaten einhergehen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Neugeborene mit noch nicht ausgereiftem Immunsystem, immungeschwächte und transplantatierte wie auch Intensivpatienten. Den Infektionen liegen häufig Verunreinigungen auf medizinischen Geräten wie Stethoskopen zugrunde. Obwohl viele Wissenschaftler betonen, wie wichtig hier die Desinfektion ist, stehen einfache, praktische und anwendbare Lösungen noch weitgehend aus. Hinzu kommt, dass kaum Standardverfahren zur Desinfektion existieren, was die Problematik weiter verschärft. Wesentliche Aspekte zum STET CLEAN-System Um diesen Herausforderungen zu begegnen, prüfte das Projekt STET CLEAN die Wirksamkeit eines Geräts zur Desinfektion von Stethoskopmembranen im realen Betrieb. „Das STET CLEAN-Produkt ist ein innovatives mikroelektronisches Gerät mit LEDs, die mit ultraviolettem Licht aus dem UV-C-Spektrum arbeiten. Konzipiert und gebaut wurde es vom Unternehmen egoHEALTH für die schnelle und automatisierte Desinfektion von Stethoskopmembranen in Krankenhäusern und Ambulanzen“, erklärt Projektkoordinator Prof. Gabriele Messina. „Es ist leicht, tragbar und anpassbar, zudem praktisch, technologisch innovativ, effizient und effektiv. Es ist sicher für Anwender und Patienten sowie kostensparend und umweltfreundlich“, zeigt sich Prof. Messina stolz. Das Gerät ist so konzipiert, dass es in der Kitteltasche oder am Gürtel getragen und auch auf dem Schreibtisch platziert werden kann. Für die automatisierte Desinfektion wird das System auf den Kopf des Stethoskops aufgesetzt, der dann durch das UV-C-Licht der LED bestrahlt wird. Das batteriebetriebene Gerät kann über einen Micro-USB-Anschluss aufgeladen werden, und ein Mikrocontroller steuert die Stromversorgung für UV-C-LED und System. Um Schäden durch UV-C-Licht zu vermeiden, erfolgt die UV-C-Bestrahlung nur, wenn das System auf dem Stethoskopkopf aufsitzt. Projektergebnisse aus Phase 1 „In der ersten Projektphase wollten wir unseren Wissensstand erweitern, um das Produkt im medizinischen Umfeld zu etablieren“, erklärt Prof. Messina. Den Projektpartnern zufolge sind allerdings noch weitere Optimierungen nötig, die das Gerät noch leistungsfähiger, universeller und kostengünstiger machen. Dies ist ein entscheidender Faktor, um „neueste Entwicklungen bei UV-C-LEDs schneller und wettbewerbsfähiger auf den Markt zu bringen“, fügt Prof. Messina hinzu. Dem Projektteam zufolge müssen einige der bisherigen Strategien noch überarbeitet werden. So könnte durch technologische Optimierung etwa der Verkaufspreis gesenkt werden. „Einige bisherige Ideen erwiesen sich aber bei einer erneuten Prüfung als durchaus machbar. So sollte für einige Märkte eine einfachere und billigere Version des Produkts entwickelt werden, wie auch eine Version, die nicht abnehmbar ist und in der Tasche getragen wird, sondern ständig auf dem Kopf des Stethoskops sitzt“, bestätigt Prof. Messina. „Derzeit entwickeln wir einen Geschäftsplan, um die neuen Erkenntnisse umzusetzen, und prüfen mögliche Partnerschaften, die das Produkt nicht nur in der Entwicklungs-, sondern auch in der Vertriebsphase unterstützen“, sagt Prof. Messina. Damit stehen für das STET CLEAN-Gerät noch viele Möglichkeiten offen. Weitere Informationen vermittelt ein Video.

Schlüsselbegriffe

STET CLEAN, Gerät, Stethoskop, UV-C, Desinfektion, LED, Gesundheitswesen, Mikroelektronik, Patienten, Kontamination

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