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Projekt des Monats: Das Verhältnis zwischen Koffein und braunem Fettstoffwechsel

Unter Mitwirkung der EU wurde die erste Humanstudie durchgeführt, um zu zeigen, dass eine Tasse Kaffee direkte Auswirkungen auf unsere braunen Fettfunktionen haben kann. CASCADE-Stipendiatin Dr. Ksenija Velickovic war ein Mitglied des Teams, dessen Ergebnisse angesichts des zunehmenden Häufigkeit von Adipositas wichtige Erkenntnisse liefern könnte. Der braune Fettstoffwechsel könnte potenziell der Schlüssel sein, um eine Lösung für die wachsende Diabetes-Epidemie zu finden.

Gesundheit

Forscher kombinierten sowohl In-vitro- als auch In-vivo-Modelle, um zu untersuchen, ob Koffein die braunen Fettzellen stimulieren könnte. Zu diesem Zweck wurden Stammzellen von Mäusen und Menschen verwendet, die sowohl weiße als auch braune Fettzellen bilden können. Es wurde festgestellt, dass mit Koffein behandelte Zellen eine höhere Stoffwechselrate hatten und die Merkmale brauner Fettzellen erwarben. Die Forscher wandten sich daraufhin durch die Anwerbung von Freiwilligen, die entweder Kaffee oder Wasser tranken, einer Humanstudie zu, und maßen Veränderungen in der Temperatur von braunem Fett. Hierdurch wurden mit unterschiedlichen Modellen neue Beweise dafür geliefert, dass Koffein und Kaffeegetränke die Funktion von braunem Fett fördern können. Der nächste Schritt besteht darin, zu untersuchen, welche Inhaltsstoffe im Kaffee für die Aktivierung des braunen Fetts verantwortlich sind. Nachdem dies bestätigt wurde, wird das Team untersuchen, ob Koffein eine zuträgliche Wirkung bei anderen Stoffwechselerkrankungen, Diabetes und insbesondere Bluthochdruck haben könnte. „Dies ist die erste Studie am Menschen, um zu zeigen, dass eines der beliebtesten Getränke der Welt direkte Auswirkungen auf die braune Fettfunktion haben kann und sogar bei der Bekämpfung von Adipositas helfen könnte. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass braunes Fett, abgesehen von Kälte als zentraler physiologischer Reaktion, aufgrund von Änderungen in der Nährstoffzusammensetzung Kalorien verbrennen kann. Dies könnte zu weniger weißem Fett im Körper führen, das mit nachteiligen gesundheitlichen Auswirkungen in Verbindung gebracht wird. Die potentiellen Implikationen unserer Ergebnisse könnten sich auf die Arzneimittelindustrie auswirken, die nach neuen und validierten Modellen für die Behandlung von Adipositas und verwandten Erkrankungen sucht.“ Dr. Ksenija Velickovic, EU-CASCADE Marie Skłodowska-Curie-Postdoktorandin, Fachbereich Medizin, Nottingham, Vereinigtes Königreich Wenn Sie Ihr Projekt in einer der nächsten Ausgaben als „Projekt des Monats“ sehen wollen, schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an editorial@cordis.europa.eu und sagen Sie uns warum wir Ihr Projekt vorstellen sollten.

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Vereinigtes Königreich