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Entwicklung einer nachhaltigen und kosteneffizienten Luftmobilität

Partner einer EU-finanzierten Initiative geben an, die Grundlagen und Instrumente für die Entwicklung eines emissionsfreien Flugzeugkonzepts für kleinere Flughäfen festgelegt zu haben.

Klimawandel und Umwelt

Wäre es nicht großartig, wenn Sie Autobahnen vermeiden könnten und auf Ihrem Weg zur Arbeit keinen starken Verkehr hätten? Wie wäre es mit einem neuen Mobilitätserlebnis: mit einem Verkehrsflugzeug zur Arbeit zu fliegen, statt zu fahren? Das wird dank des EU-finanzierten Projekts UNIFIER19 (Community Friendly Miniliner) möglich sein. Das Projekt bietet Pendelnden eine grundlegend neue Mobilitätslösung, die laut einer Erklärung „so einfach wie ein Bus zu bedienen“ sein wird. Der Projektkoordinator Pipistrel Vertical Solutions und seine Partner haben „die Grundlagen und Werkzeuge für die interdisziplinäre Gestaltung und Optimierung eines brandneuen emissionsfreien zielübergreifenden Regionalflugzeugkonzepts gelegt“, heißt es in der Erklärung. Weiter heißt es: „Pipistrel hat sich zum Ziel gesetzt, ein emissionsfreies Pendlerflugzeug mit 19 Sitzplätzen zu entwickeln und vorzustellen, um in den nächsten zehn Jahren eine komplett klimaneutrale Luftmobilität zu gewährleisten. Durch den Einsatz von Antrieben auf Wasserstoffbasis wird eine Emissionsreduzierung von 100 % erwartet.“ Darüber hinaus wird „das Flugzeug ein Sprungbrett für den Einsatz emissionsfreier Technologien auf größeren Plattformen wie Regional- und Kurz-/Mittelstrecken-Flugzeugen darstellen.“ Das UNIFIER19-Konzept konzentriert sich auf zwei Szenarien: den Miniliner, der ein eventuell großes Netzwerk kleiner Flughäfen verbindet, und den Microfeeder, der sowohl planmäßige als auch bedarfsgesteuerte Shuttleflüge von lokalen Flughäfen und sogar unbefestigten Flugplätzen bietet. Die Erklärung von Pipistrel fügt hinzu: „In Zukunft könnte das emissionsfreie Flugzeug mit 19 Sitzplätzen größere herkömmliche/emissionsfreie Flugzeuge ersetzen, was zu einer erhöhten positiven Auswirkung auf das Klima und zu einer verbesserten Mobilität für EU-Bürger führen würde.“

Miniliner und Microfeeder

Pipistrel betont, dass sowohl die Miniliner- als auch die Microfeeder-Rollen „als wesentliche Bestandteile für die zukünftige Entwicklung eines stärker vernetzten europäischen Verkehrssystems durch einen verbesserten, umweltverträglichen regionalen Flugverkehr gedacht sind“. Die „zielübergreifende interdisziplinäre Optimierung“ des Projekts wird einen riesigen Designraum unter Berücksichtigung aller möglichen Kombinationen von Luftantriebssystemen (Blended Wing Body), verteilter elektrischer Antrieb, Flügelspitzenpropeller, Boxwing usw.) und hybridelektrischen Architekturen (Lithiumbatterien, Verbrennungsmotoren, Brennstoffzellen, Flüssigwasserstoffsysteme usw.) untersuchen“, wie in derselben Erklärung erläutert wird. Neben der Herstellung eines Flugzeugs mit „geringem Geräuschpegel und nahezu null Umweltbelastung“ werden sich die Projektpartner auf die Entwicklung von Antrieben auf Wasserstoff- und Batteriebasis konzentrieren. „Das Gestaltungskonzept […] wird als endgültiges Projektergebnis ein Grundpfeiler für die Flightpath 2050-Vision in Europa sein, wonach nahezu alle EU-Bürger bis zum Jahr 2050 in weniger als vier Stunden auf direktem Weg jedes kontinentale Ziel erreichen sollen.” Die Vision Flightpath 2050 der EU strebt eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 75 %, der Stickoxidemissionen (NOx) um 90 % und des Geräuschpegels um 65 % an. Das Projekt UNIFIER19 (Community Friendly Miniliner) zielt darauf ab, die CO2-, NOx- und Schallemissionen im Vergleich zu bestehenden 19-Sitzern im Einsatz um mindestens 20 % zu reduzieren. Das Projekt läuft bis März 2022. Weitere Informationen: UNIFIER19-Projektwebsite

Schlüsselbegriffe

UNIFIER19, Emission, Flugzeug, Miniliner, Wasserstoff, Microfeeder

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