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Hafeninfrastruktur unter Einbeziehung der Umwelt gewinnt Nachhaltigkeitspreis

Das EU-finanzierte Projekt Living Ports hat für seine Vision eines umweltfreundlichen, die Natur integrierenden Hafens den Nachhaltigkeitspreis für Infrastruktur 2022 des Verbands International Association of Ports and Harbors (IAPH) gewonnen.

Klimawandel und Umwelt
Industrielle Technologien

Das Projekt Living Ports hat einen von sechs Nachhaltigkeitspreisen der IAPH gewonnen. Living Ports gewann den Preis in der Kategorie Infrastruktur für die groß angelegte, kostengünstige und nachhaltige Hafeninfrastruktur im Hafen von Vigo in Spanien. Die Gewinner der einzelnen Kategorien wurden durch öffentliche Stimmen (30 %) und eine Bewertung einer Jury mit neun unabhängigen Sachverständigen (70 %) bestimmt. Die anderen fünf Nachhaltigkeitspreise wurden in den folgenden Kategorien verliehen: Klima & Energie, Digitalisierung, Umweltpflege, Arbeitsschutz & Sicherheit sowie Gemeinschaftsaufbau. Die sechs Gewinner wurden beim Gala-Abend der IAPH World Ports Conference in Vancouver, Kanada, am 17. Mai 2022 bekanntgegeben. „Es freut uns, dass Living Ports bei den Öffentlichkeits- und Expertenwahlen als das innovative Projekt anerkannt wurde, das es ist!“, merkt der Geschäftsführer von ECOncrete Tech (Israel) und Projektkoordinator von Living Ports, Dr. Ido Sella, in einer Pressemitteilung auf der Website von Living Ports an. „ECOncrete führt dieses Projekt, das die nächste Generation der Hafeninfrastruktur entwickelt, mit Stolz an. Wir hoffen, dass dieses Projekt weiterhin als führendes Beispiel für die Zukunft nachhaltiger Hafenökosysteme in Spanien, Europa und der weltweiten Gemeinschaft dienen kann.“

Dafür gewann Living Ports den Nachhaltigkeitspreis

Etwa 70 % der aktuellen Küsteninfrastruktur besteht aus herkömmlichem Beton, der giftig für Meereslebewesen und teuer zu warten ist. Living Ports möchte das ändern, indem der herkömmliche Beton durch eine flexible, kostengünstige und strukturell stabile Hafeninfrastrukturtechnologie ersetzt wird, die auch Umweltziele einhält. Über das Projekt wurde die Betontechnologie von ECOncrete Tech durch den Projektpartner Cardama Shipyard (Spanien) in einer 310 m2 großen Küstenbefestigung und an einer Unterwasser-Beobachtungsstation eingesetzt. Die Station wird von fünf biologisch verstärkten Verankerungen von ECOncrete gefestigt. Darüber hinaus werden 100 Küstenschutzanlagen die Küste stabilisieren sowie die Schaffung von Lebensräumen und ökologischen Aufschwung fördern. Die Technologie des Projekts ermöglicht eine Betoninfrastruktur, die Kohlenstoff speichert und Ökosysteme regeneriert. Dadurch unterstützt sie einen Wechsel des Schwerpunkts weg von der reinen Funktion und strukturellen Leistung hin zu Umweltvorteilen. „Bisher stand die Integration von Lebensraum für Meeresorganismen in Industriehäfen selten im Mittelpunkt von Ingenieursprojekten. Im Zentrum des Projekts Living Ports stand daher die Frage, ob wir technische Lösungen finden könnten, für die sich die zusätzlichen Investitionen in die Natur integrierende Designs lohnen, indem die Nutzungsdauer der Strukturen verlängert und die biologische Vielfalt gefördert werden und die Bevölkerung vor Ort mehr profitiert“, kommentiert der außerordentliche Professor Wolfgang Kunther von der Technischen Universität von Dänemark, einem Projektpartner von Living Ports, in einer Pressemitteilung auf der Universitätswebsite. Die Universität wird die biologischen und strukturellen Kontrollen der Infrastruktur im Laufe des Projekts übernehmen. Dr. Tim Wilms, auch von dieser Universität, merkt hinsichtlich der Preisauszeichnung für Living Ports (Reducing the ecological footprint of ports with ECOncrete®’s bio-enhancing concrete technologies) an: „Das ist eine freudige Überraschung und ich hoffe, dass diese Preisauszeichnung mehr Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Integration der Natur in große Infrastrukturprojekte lenkt.“ Das Projekt endet im Mai 2024. Weitere Informationen: Living Ports-Projektwebsite

Schlüsselbegriffe

Living Ports, Hafen, Infrastruktur, Beton, Nachhaltigkeit, Preis, IAPH, die Natur integrierendes Design

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