Innovative Technologien für die Herstellung biobasierter Materialien
Die Substitution fossiler Materialien durch erneuerbare und recycelbare Alternativen ist entscheidend für einen erfolgreichen Übergang zu einer grünen Kreislaufwirtschaft. Dank EU-finanzierter Forschung und Innovation verändern biobasierte Materialien die verarbeitenden Industrien Europas, da diese einen wesentlichen Beitrag für den europäischen grünen Deal(öffnet in neuem Fenster) und für den Aktionsplan der EU für die Kreislaufwirtschaft(öffnet in neuem Fenster) leisten. Handels- oder Industriegüter, die vollständig oder überwiegend aus biologischen Produkten, forstwirtschaftlichen Bestandteilen oder erneuerbaren landwirtschaftlichen Rohstoffen aus dem Inland bestehen, werden als biobasierte Materialien(öffnet in neuem Fenster) definiert. Sie sollen die Nachhaltigkeit von Produkten verbessern und werden vor allem aus natürlichen und erneuerbaren Bestandteilen pflanzlichen, tierischen oder marinen Ursprungs gewonnen.
Ein nachhaltigeres und wettbewerbsfähigeres verarbeitendes Gewerbe
Dieses Results Pack stellt sechs EU-finanzierte Projekte vor, die den BIOMATTERS Cluster bilden – eine Gruppe von Projekten, die auf das gemeinsame Ziel hinarbeiten, nachhaltige, biobasierte Materialien und Herstellungsprozesse in ganz Europa zur gängigen Praxis zu machen. Die im Rahmen von BIOMATTERS durchgeführten Projekte haben über neue Prozesstechniken, digitale Werkzeuge und validierte Demonstratoranlagen gezeigt, dass biobasierte Materialien die Eigenschaften herkömmlicher Materialien erreichen und in einigen Fällen sogar übertreffen können. Die Projekte demonstrieren, dass nachhaltige Alternativen eine ebenbürtige Leistung erzielen können, während sie gleichzeitig die Treibhausgasemissionen senken und die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Quellen verringern. Neben der Notwendigkeit, Netto-Null-Treibhausgasemissionen(öffnet in neuem Fenster) zu erreichen, fordert der grüne Industrieplan(öffnet in neuem Fenster) eine grundlegende Umgestaltung der Produktionssysteme. Die Projekte dieses Results Pack tragen somit durch die Entwicklung neuer Materialien und Verfahren für weniger Emissionen und eine geringere Abhängigkeit Europas von importierten fossilen Rohstoffen direkt zur Erreichung dieses ambitionierten Ziels bei.
Verbesserungen mittels intelligenter Technologien
Die erfolgreiche Verbreitung dieser Technologien wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie durch die Entwicklung innovativer, verbesserter Produkte und Verfahren zur Bewältigung aktueller und künftiger gesellschaftlicher Herausforderungen erhöhen. Gleichzeitig wird die Förderung einer breit angelegten Zusammenarbeit über verschiedene Wertschöpfungsketten und Industriesektoren hinweg die Position der EU auf den globalen Märkten stärken, während die Technologien nach oben skaliert werden, um sichere und nachhaltige Handelserzeugnisse zu schaffen. Die Integration intelligenter Fertigungssysteme, digitaler Lösungen und KI-gestützter Überwachung sorgt ferner dafür, dass die Umweltauswirkungen und die Qualität in jeder Phase der Produktion optimiert werden. Dieser datengesteuerte Ansatz verleiht der Industrie die erforderlichen Einblicke, um die Effizienz zu verbessern, die Kosten zu senken und die Nachhaltigkeit zu beflügeln, während die Transparenz auf dem Weg vom Rohstoff bis zum Endprodukt gewahrt bleibt. Die sechs ausgewählten Projekte, die im Rahmen der öffentlich-privaten Partnerschaft „Made in Europe“ unter dem Forschungsprogramm „Horizont Europa“ finanziert werden, veranschaulichen wissenschaftliche und technologische Fortschritte sowie innovative Anwendungsfälle für biobasierte Materialien in Schlüsselbereichen wie den Sektoren für Textilien, Verpackung, Bauwesen, medizinische Produkte und Mobilität. Ihre Errungenschaften werden bei der Schaffung neuer Marktmöglichkeiten behilflich sein und die Entwicklung von leichteren, sichereren und vollständig recycelbaren Materialien der nächsten Generation anregen, aus denen neue geschäftliche Gelegenheiten und qualifizierte Arbeitsplätze in verschiedenen Wertschöpfungsketten hervorgehen. Projekt VITAL entwickelte innovative Schäumungsverfahren für biobasierte Polymere, die den Materialeinsatz und das Gewicht reduzieren und gleichzeitig die strukturelle Leistung beibehalten. BIO-UPTAKE verbesserte die Anpassungsfähigkeit in der Fertigung durch die Umwandlung biobasierter Verbundwerkstoffe in vielfältige Formate – Organobleche, Bänder und Presslinge – und ermöglichte so maßgeschneiderte, leichte Produkte bei gleichzeitiger Abfallreduzierung. NewWave erschloss und fraktionierte Biomasserückstände mittels thermochemischer Fraktionierung, führte nachhaltige Rohstoffe ein, ersetzte giftige Chemikalien und brachte gleichzeitig die Abwasseraufbereitung und Wasserwiederverwendung voran. GREEN-LOOP war der Umrüstung von herkömmlichen Herstellungsverfahren gewidmet, um innovative biobasierte Materialien und Komponenten für die Bereiche Bauwesen, Getränkeverpackungen, Haushaltsgeräte und Werkzeuge herzustellen. Waste2BioComp passte indes Herstellungswege an und entwickelte biobasierte Komponenten für drei alltägliche Wertschöpfungsketten: Verpackungen, Schuhe und bedruckte Textilien. AMBIANCE nutzte schließlich einen kreislauffähigen Designansatz, um neue und fortschrittliche biobasierte Produkte für Anwendungen in städtischen Außenbereichen zu entwickeln.