Digitale Lösungen für ein flexibleres, effizienteres sowie nachhaltigeres Energiesystem
Die Energiewende erfordert neue und bessere Wege der Energieverwaltung, des Energieverbrauchs sowie der Energieerzeugung. Energiesysteme müssen sich heute Herausforderungen wie hohen Datenmengen aus intelligenten Zählern, höheren Lasten durch Elektrofahrzeuge und bidirektionalen Energieflüssen vom Netz zum Verbraucher und umgekehrt stellen. All dies setzt die heutigen Netzbetreiber und andere Akteure der Branche unter Druck. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, trägt das Projekt OPENTUNITY(öffnet in neuem Fenster) dazu bei, Europas Verteilungsnetze intelligenter, flexibler und besser vernetzt zu machen, wobei die Endverbraucher in den Mittelpunkt der Energiewende gestellt werden. Seit seinem Start im Jahr 2023 konzentriert es sich darauf, wie Technologien wie KI, Datenräume, Flexibilitätsmanagement sowie fortschrittliche Netzüberwachung den Akteuren der Energiebranche helfen können, immer komplexere Netze zu betreiben, die vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen und neue Energiequellen zu integrieren.
Lösungen für alle Akteure im Energiesektor
Das Projektteam umfasst 12 Innovationen in vier sich ergänzenden Bereichen(öffnet in neuem Fenster). OPENGRID richtet sich an Verteilungs- und Übertragungsnetzbetreiber (DSOs und TSOs) und umfasst digitale Technologien, welche die Beobachtbarkeit, Planung und den Betrieb des Netzes verbessern. OPENFLEX bietet Energiedienstleistungsunternehmen, Verteilernetzbetreibern, Aggregatoren und Prosumern eine Lösung zur Identifizierung, Verwaltung sowie Aktivierung von Flexibilitätspotenzialen aus dezentralen Energiequellen und Prosumern. Im Rahmen von OPENSPACE können Verteilernetzbetreiber, Übertragungsnetzbetreiber, Aggregatoren und Originalgerätehersteller eine offene, sichere und vertrauenswürdige Plattform für den Datenaustausch zwischen Energieanlagen und -systemen nutzen. Der letzte Bereich, OPENABILITY, richtet sich an Akteure wie IT-Entwickler, Forschungszentren, Verteilernetzbetreiber, Übertragungsnetzbetreiber sowie Prosumer und umfasst Werkzeuge und Methoden, die die Interoperabilität und die Integration neuer Technologien in bestehende Netzmanagementsysteme erleichtern. Im vergangenen Jahr hat das OPENTUNITY-Team Schritte unternommen, um zu erproben(öffnet in neuem Fenster), wie sich seine Innovationen in realen Verteilnetzen, Haushalten und Energiemärkten an seinen vier Pilotstandorten in Griechenland, Slowenien, Spanien und der Schweiz bewähren. Zu den Demonstrationen gehörten der Test eines autonomen lokalen Flexibilitätsmarkts in der Schweiz, das vollständige Netzmanagement in einem spanischen Verteilnetzgebiet mit einem hohen Anteil dezentraler Solaranlagen, intelligentes Laden und flexibilitätsbasierte Netzplanung in Slowenien sowie die Koordination von Flexibilitätsmärkten und die Überwachung von Transformatoren in Griechenland. Durch diese Demonstrationen gewannen die Projektpartner wertvolle Erkenntnisse darüber, wie sich diese Technologien unter realen Bedingungen bewähren und was für ihre breitere Einführung notwendig ist. Nachdem die Demonstrationen nun abgeschlossen sind, analysieren die Partner die Daten, um die zukünftige Marktübertragbarkeit der Innovationen zu ermitteln. Das Team plant, die wirtschaftlichen, ökologischen sowie sozialen Auswirkungen seiner Instrumente zu analysieren. Eine zentrale Priorität in dieser Abschlussphase besteht darin, die Ergebnisse der Demonstrationen in klare Belege für die Vorteile umzuwandeln, die diese Lösungen potenziellen Nutzern und Anwendern bieten können. „Seit fast vier Jahren liegt unser Fokus darauf, die fortschrittlichsten Technologien zur Unterstützung der Dekarbonisierung einzusetzen und dabei die tatsächlichen Bedürfnisse der Endnutzer sowie das soziale Wohlergehen der EU-Gemeinschaften zu berücksichtigen“, so Projektleiter Álvaro Nofuentes von ETRA Investigación y Desarrollo, dem spanischen Hightech-Forschungs- und Entwicklungsunternehmen, das OPENTUNITY koordiniert. Im Vorfeld seines Abschlusses wird sich OPENTUNITY (OPENing the electricity ecosystem to multiple actors in order to have a real decarbonization opporTUNITY) darauf konzentrieren, die gewonnenen Erkenntnisse zu konsolidieren, die Voraussetzungen für einen breiteren Einsatz zu bewerten und seine Innovationen auf die nächsten Schritte über das Projekt hinaus vorzubereiten. Wenn Sie an einer Vorstellung Ihres EU-finanzierten Projekts als „Projekt des Monats“ interessiert sind, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an editorial@cordis.europa.eu und teilen Sie uns mit, warum!