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Stellungnahme des Ausschusses der Regionen zum Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates über einen Aktionsplan zur Krebsbekämpfung

Auf seiner Tagung im September 1994 verabschiedete der Ausschuß der Regionen eine Stellungnahme zum Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates über einen Aktionsplan zur Krebsbekämpfung. Der Ausschuß unterstützt darin die Fortsetzung des Programm...

Auf seiner Tagung im September 1994 verabschiedete der Ausschuß der Regionen eine Stellungnahme zum Vorschlag für einen Beschluß des Europäischen Parlaments und des Rates über einen Aktionsplan zur Krebsbekämpfung. Der Ausschuß unterstützt darin die Fortsetzung des Programms zur Krebsbekämpfung in Europa und verweist darauf, daß eine engere Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten insbesondere im Forschungsbereich von ausschlaggebender Bedeutung ist. Vom Ausschuß wird jedoch die Frage aufgeworfen, welchen Stellenwert das Krebsbekämpfungsprogramm im Zuge des Aktionsrahmens im Bereich der öffentlichen Gesundheit innehat. Er bedauert, daß auf diesem Gebiet kein bindender politischer Rahmen besteht. Außerdem sei darauf zu achten, daß das Prinzip der Subsidiarität bei der Umsetzung des Aktionsrahmens strikt eingehalten wird. Es wird die Empfehlung ausgesprochen, die Regionen in alle Schritte einzubeziehen, damit Maßnahmen der Kommission und der Mitgliedstaaten den regionalen Besonderheiten Rechnung tragen können. Eine rechtzeitige Unterrichtung der Regionen über geplante Maßnahmen ist dazu unabdinglich. Schließlich empfiehlt der Ausschuß der Regionen eine inhaltliche Verbesserung des Programms: - Aufgrund der zunehmenden Erkrankungshäufigkeit an Brust-, Prostata- und Hautkrebs sind diese Krebsarten in allen Aktionsbereichen besonders zu berücksichtigen; - Die betriebliche Gesundheitsförderung ist bei der Planung und Förderung von Präventionsaktionen im Bereich öffentliche Gesundheit miteinzubeziehen; - Die Wirkung psychischer Zustände auf die Krebsentstehung ist zu erforschen, und es sind psychische Bewältigungsstrategien zu entwickeln; - Es sollten Studien angeregt werden, die die Möglichkeit der Motivation Erwachsener und vor allem Jugendlicher zu einem gesundheitsfördernden Verhalten untersuchen; - Es sollte eine vergleichende Evaluierung von Früherkennungsuntersuchungen in verschiedenen Ländern der Europäischen Union durchgeführt werden; - Vergleichende Studien zu familiär auftretenden Tumoren sollen gefördert werden; - Therapiestudien mit der Zielrichtung der Evaluierung vorhandener Daten und Studien zum Auftreten von Zweittumoren sollten in das Programm aufgenommen werden; - Studien und Forschungsarbeiten über mögliche karzinogene Wirkungen schwacher Strahlenemission von Kernkraftwerken und Stromversorgungsleitungen sollten gefördert und durch entsprechende Mittel unterstützt werden; - Der Aktionsplan sollte noch mehr regionale und lokale Aspekte der Krebsbekämpfung berücksichtigen. Beispielsweise könnten Studien durchgeführt werden, die die Unterschiede von regionalen Tumorinzidenzen unter Berücksichtigung sozioökonomischer Faktoren untersuchen.

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24 Juli 1996