Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch de
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Inhalt archiviert am 2022-11-28

Article available in the following languages:

DE EN FR

FTE-Strategien der 500 führenden Unternehmen in Europa

Die FTE-Strategien der 500 führenden Unternehmen in Europa werden in einem kürzlich veröffentlichten Bericht über eine im Auftrag der GD XII der Europäischen Kommission erstellte Studie geprüft. Ziel war die Untersuchung des in diesen Unternehmen verfolgten FTE-Strategieprozes...

Die FTE-Strategien der 500 führenden Unternehmen in Europa werden in einem kürzlich veröffentlichten Bericht über eine im Auftrag der GD XII der Europäischen Kommission erstellte Studie geprüft. Ziel war die Untersuchung des in diesen Unternehmen verfolgten FTE-Strategieprozesses und die Gewinnung vertiefter Erkenntnisse über die Frage, aus welchem Grunde und auf welche Weise die Firmen sich an den gemeinschaftlichen FTE-Rahmenprogrammen und EUREKA beteiligen. Die Untersuchung ergab, daß die 500 Spitzenunternehmen im Durchschnitt 1 % ihrer gesamten Absatzeinnahmen für Forschungsaktivitäten und 3 % für Entwicklungstätigkeit ausgeben. Der größte Teil der FTE-Aufwendungen erfolgt in den Bereichen Produkt- und Verfahrensentwicklung unter angemessener Berücksichtigung des Marktbedarfs. Angesichts eines allgemeinen Trends zur Reduzierung von Kosten konzentrieren sich die FTE-Aktivitäten mittlerweile auf Kosteneinsparung und Innovation. Laut der Erhebung wird die Effektivität der F&E-Tätigkeit nur selten gemessen; der entscheidende Faktor in der FTE-Strategie ist vielmehr das zur Verfügung stehende Budget. Da die Mittel jedoch immer knapper werden, bilden die Unternehmen zunehmend häufiger Partnerschaften zur Verwirklichung ihrer Forschungsziele. Die Umfrage ergab, daß 22 % der gesamten Forschungsausgaben für bei Fremdfirmen in Auftrag gegebene Arbeiten oder für die Zusammenarbeit mit Partnern aus dem privaten oder öffentlichen Sektor aufgewendet werden. Die Teilnahme an sowohl den Rahmenprogrammen als auch EUREKA ist den größten der 500 Spitzenunternehmen vorbehalten, während sich kleinere Betriebe in der Regel eher an nur einem Projekt beteiligen. Dennoch stammen ausweislich der Untersuchung lediglich 4 % des Gesamtbetrages aller F&E-Haushalte aus Gemeinschafts- oder EUREKA-Mitteln. Die durch diese beiden Quellen eröffneten Finanzierungsmöglichkeiten werden daher bei der Erarbeitung von F&E-Strategien kaum in Anspruch genommen. Allerdings stellte die Erhebung fest, daß sowohl das Rahmenprogramm als auch EUREKA in denjenigen Sektoren größere Bedeutung erlangen, in denen europäische Unternehmen nicht bereits weltweit führend sind. Das Rahmenprogramm dient den Firmen häufig als Mittel zur Risikoverteilung und zur Finanzierung langfristig ausgerichteter Forschung. Als Hindernisse für die Teilnahme werden die Kosten des Ausschreibungsverfahrens, Beschränkungen bei den Rechten am geistigen Eigentum und die Partnerschaftsvorschriften genannt.

Mein Booklet 0 0