Optische Bilderzeugung auf molekularer Ebene
Bimolekulare Strukturen und Interaktionen innerhalb einzelner Zellorganellen (von einer Membran umgebene zytoplasmatische Strukturen) werden mithilfe verschiedener Technologien untersucht. Dazu gehören UV- und zeitaufgelöste Resonanzspektroskopie, die oberflächenverstärkte Raman-Spektroskopie sowie Fourier-Transformation im mittleren Infrarot-Bereich. Solche Anwendungen sollen Informationen über grundlegende bimolekulare Funktionen liefern, einschließlich über die Funktion einzelner Aminosäuren. Der Einsatz komplementärer Spektroskopietechniken mit entsprechenden chemischen und biochemischen Methoden bedeutet, dass Enzymsubstrate zusammen mit Arzneimittel- bzw. Zielmolekül-Interaktionen auf molekularer und zellulärer Ebene erforscht werden können. Durch die Verwendung dieser Technologien wird es möglich sein, das Innere von Zellen eingehend zu untersuchen. Es werden Informationen über die Zellorganisation und die Interaktion der Organellen gesammelt. Anwendungsmöglichkeiten dieser neuartigen spektroskopischen Methoden beinhalten die Erforschung der Anti-Tumor-Aktivität, Entwicklung von Wirkstoffen zur Vorbeugung von Tumorbildung, Entwicklung von Inhibitoren gegen HIV und die Erforschung der die Durchdringung der Zellwände steuernden Rezeptoren.