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Investigation of the effect of prolonged nuclear radiation on the aboriginal bacterial populations in the zone of the Chernobyl atomic power station catastrophe

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Antioxidantien - Schlüssel für das Überleben nuklearer Kontamination

Der Boden in der Umgebung des Kernkraftwerks von Tschernobyl bietet die einmalige Gelegenheit für die Erforschung der Langzeitwirkungen von Strahlung auf lebende Systeme.

Klimawandel und Umwelt

Manche Bakterien können sich an die radioaktiven Belastung anpassen. Mit ihren kurzen Generationszeiten sind Bakterien ideale Subjekte für Studien über zelluläre Schutzsysteme und Kontrollen der genetischen Variabilität, die ihr Resistenz und Überleben ermöglichen. Es ist eine allgemeine Abnahme in der Anzahl und Vielfalt von in strahlenverseuchten Böden vorhandenen Bakterien zu verzeichnen. Bei zellulosevergärenden, nitrifizierenden und sulfatabbauenden Bakterien wird ein drastischer Rückgang festgestellt. Während der Bacillus cereus das vorherrschende heterotrophe Bakterium ist, sind die fakultativen Bakterien, wie etwa das Methylobakterium extorquens und Methylobakterium mesophilicum gleichermaßen in kontaminierten wie auch in Bodenkontrollproben vorhanden. Die Stämme des Methylobakterium und Bacillus, die im verunreinigten Gebiet isoliert wurden, weisen im Vergleich zu anderen heterotrophen Bakterien eine besonders starke Aktivität von Superoxid-Dismutase auf. Diese Bakterien sind hochresistent gegen Wasserstoffperoxid, und auch die mutagene Wirkung von ultraviolettem Licht ist begrenzt. Offensichtlich schützen Antioxidationsenzyme$$$ die Zellen vor Strahlenschäden und eine verstärkte Reparaturfähigkeit der DNA mag ebenso eine Rolle spielen. Die über diese Organismen gesammelten Informationen werden zukünftig bei der Behandlung von radioaktiv verseuchten Menschen und Tieren angewandt.

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18 September 2005