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Side Impact Dummy Enhancements for Improved Occupant Protection forthe Year 2000 and Beyond

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Neue Crashtestpuppen für die Autoindustrie

Um besser zu verstehen, was mit den menschlichen Fahrzeuginsassen bei einem Aufprall passiert, wurde eine neue Serie von Crashtestpuppen entwickelt. Seit den 1960er und 1970er Jahren bemühen sich die Techniker darum, das Verhalten solcher Versuchspuppen dem Verhalten menschlicher Insassen möglichst weit anzunähern. Dieses Ziel wird als "Bio-fidelity" bezeichnet, also die möglichst naturgetreue Nachbildung des Verhaltens eines realen menschlichen Körpers.

Industrielle Technologien

Bio-fidelity-Versuchspuppen dienen dem Zweck, die menschliche Bewegung bei einem simulierten Aufprall möglichst exakt zu imitieren. Dafür wurden jetzt Versuchspuppen entwickelt, bei denen die Vorzüge modernster Mehrkörpertechnologie genutzt werden. Diese Technologie gestattet ein exakteres Deformationsverhalten, das während des Versuchs in bestimmten anatomischen Regionen registriert wird. So werden der Kopf, das Genick, die Schulter, der Thorax sowie der Bauch-, Becken- und Oberschenkelbereich präzise beobachtet, um daraus Rückschlüsse auf Unfall-Risikofaktoren ziehen zu können. Ausgangspunkt für die Entwicklung dieser Technologie war die Untersuchung der Auswirkungen, die ein Seitenaufprall auf eine mittelgroße männliche Versuchspuppe hat. Sowohl von der Internationalen Normungsorganisation (ISO) als auch vom Europäischen Ausschuss für experimentelle Sicherheit gibt es Empfehlungen für die Anforderungen, die eine Beobachtung der Bio-fidelity-Verhältnisse ermöglichen. Das Ergebnis war die Ableitung von Kalibrierverfahren und deren Einbindung in die internationalen Standards für die Herstellung und den Test von Bio-fidelity-Versuchspuppen. Darüber hinaus sind die Ergebnisse sowohl für die Regierungsbehörden als auch die Automobilindustrie zu einer Referenz geworden, die globale Standards für Seitenaufprallanalysetests mit Versuchspuppen gewährleistet. Sie dienen gleichermaßen als statistische Verfahren zur Ermittlung von Verletzungsrisikokurven als auch zur Festlegung gegenwärtiger und künftiger Kriterien für Seitenaufprall-Versuchspuppen. Die Versuchspuppen können auch in verwandten Forschungsgebieten verwendet werden, in denen Fragen der menschlichen Sicherheit eine Rolle spielen, beispielsweise in der Luft- und Raumfahrttechnik und in anderen Industriezweigen des Transportwesens. Tests mit Versuchspuppen liefern ein besseres Verständnis für das Verhalten des menschlichen Körpers unter derartigen Gewalteinwirkungen und gestatten eine umfassende und universelle Harmonisierung der nötigen Sicherheitsstandards.

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