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Forschern wurde Fünftes Rahmenprogramm präsentiert

ANRT, die französische "Association Nationale de la Recherche Technique", hatte für den 21. und 22. April 1997 in Paris eine Konferenz zum Fünften Rahmenprogramm organisiert. Professor Jorma Routti, Generaldirektor der GD XII der Europäischen Kommission (Wissenschaft, Forschun...

ANRT, die französische "Association Nationale de la Recherche Technique", hatte für den 21. und 22. April 1997 in Paris eine Konferenz zum Fünften Rahmenprogramm organisiert. Professor Jorma Routti, Generaldirektor der GD XII der Europäischen Kommission (Wissenschaft, Forschung und Entwicklung) präsentierte den am 9. April 1997 verabschiedeten Vorschlag der Kommission. Im Anschluß daran präsentierten mehrere leitende Funktionäre der Europäischen Kommission die Vorschläge der Kommission zu den Bereichen, die von den sechs vorgeschlagenen spezifischen Programmen abgedeckt werden. Professor Routti gab zunächst einen Überblick über die allgemeinen Ziele des Vorschlags der Kommission. Er sagte, daß sich die EU im Bereich der europäischen Wissenschaft und Technologie auch weiterhin hervortun müsse, wies aber darauf hin, daß die europäische Forschung auch die Prioritäten der Union, wie z.B. industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Gemeinschaftspolitiken und den Bedarf der Gesellschaft insbesondere was die Beschäftigung betrifft, zu berücksichtigen habe. Professor Routti betonte, daß das Fünfte Rahmenprogramm eine globalere Perspektive benötige als das Vierte Rahmenprogramm. Er stellte fest, daß das neue Rahmenprogramm einen Bruch mit der Vergangenheit darstelle, versicherte den Teilnehmern jedoch, daß sich die Kommission für einen reibungslosen Übergang einsetzen werde. Was die Zahl der geförderten Forschungsbereiche des Fünften Rahmenprogramms betrifft, so erklärte Professor Routti, warum die Kommission weniger Programme als bei den früheren Rahmenprogrammen befürworte. Die enorme technologische Bandbreite bedeute, daß angesichts der Beschränkungen des Gemeinschaftshaushalts nicht alle Bereiche abgedeckt werden könnten. Die 16 "Schlüsselaktionen", die die Kommission im Rahmen der drei thematischen Programme vorgeschlagen habe, konzentrierten die Forschungsaktivitäten auf bestimmte Bereiche in der Absicht, auf die bestehenden Kompetenzen aufzubauen oder auf die Integration der europäischen Netze hinzuarbeiten. Mit weniger Programmen und einer vereinfachten Struktur würde die Kommission laut Professor Routti auch die Wirksamkeit des Rahmenprogramms verbessern können. Der Haushalt des fünfjährigen Programms soll den ersten Vorschlägen der Kommission zufolge denselben Prozentsatz des Gemeinschaftshaushalts zugeteilt bekommen wie das Vierte Rahmenprogramm. Dies würde bedeuten, daß sich der Gesamthaushalt des Fünften Rahmenprogramms auf rund 16 Milliarden ECU oder 4% des Gemeinschaftshaushalts belaufen wird. Zwar sei sich die Kommission der Tatsache bewußt, daß sich das Forschungsbudget der Gemeinschaft nicht sonderlich erhöhen werde, doch es sei wichtig, so Professor Routti, daß das Budget denselben Anteil des Bruttosozialprodukts (BSP) erhalte, wie dies gegenwärtig der Fall sei. Die Unterstützung für KMU soll weiter in die spezifischen Programme selbst integriert werden. Dies entspricht dem allgemeinen Trend des Vorschlags zum Fünften Rahmenprogramm, die bestehenden Programme zu integrieren. Professor Routti gab zu, daß die Kommission und die großen und kleinen Mitgliedstaaten keine vollständige Einigung in bezug auf die Bereiche für Schlüsselaktionen erzielen konnten, er rechne aber damit, daß die Betonung auf den Biowissenschaften liegen werde. Es seien sechs Programmausschüsse geplant, die sich aus Vertretern der Mitgliedstaaten zusammensetzen werden; die Schlüsselaktionen innerhalb dieser sechs Programme werden jedoch der alleinigen Verantwortung der Kommission unterliegen. Professor Routti wies darauf hin, daß es angesichts der bevorstehenden schwierigen Verhandlungen zwischen dem Rat und dem Europäischen Parlament zu einigen Veränderungen hinsichtlich der geförderten Forschungsbereiche kommen könne. Er hoffe jedoch, daß das Programm Anfang 1999 offiziell eröffnet werden könne.

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