Der Schutz der Herden innerhalb der EU
Das SLRV-C-Projekt der EU richtete sich auf die Entwicklung zuverlässiger Tests, die den Forschern die Erkennung des Virus-Genoms im Blutkreislauf der Tiere ermöglichen. Gegenwärtig angewandte Prüfmethoden erkennen nur das Vorhandensein von Antikörpern, die ein deutlich späteres Stadium der Infektion anzeigen und wodurch das Risiko der Infektion weiterer Tiere steigt. Am Institut Pourquier, dem Projektpartner, wurden zwei Prototypen eines PCR-Kits für Schafe und Ziegen entwickelt. Man demonstrierte die Fähigkeit, mit Hilfe dieser Tests das Virus-Genom in infizierten Tieren nachweisen zu können. Diese innovativen Prüfverfahren entwickeln sich möglicherweise zu einem neuen Schutz vor Infektionen, bei dem zuverlässige Testergebnisse in Bezug auf das zur künstlichen Besamung genutzte Sperma geliefert werden. In Bezug auf den angemessenen Schutz virusfreier Herden bzw. den Import neuer Herden und/oder einzelner Tiere werden weitere positive Auswirkungen der Anwendung dieser Tests erwartet. Insgesamt sorgt die gesteigerte Zuverlässigkeit des PCR-Prüfverfahrens im Vergleich zu konventionellen serologischen Tests für einen besseren Schutz der Ziegen- und Schafherden innerhalb der EU und minimiert gleichzeitige das Risikos von SLRV-Infektionen. Die entwickelten PCR-Tests müssen noch weiter optimiert und ihre Sensibilität muss noch gesteigert werden. Dennoch bieten sie potenziellen Mitarbeitern eine attraktive Marktchance.