Der Erhalt von Artenvielfalt auf Weideland
Im Idealfall bilden Viehbestände und Weideland eine symbiotische Einheit. Doch können Weidepraktiken, die nicht nachhaltig sind, das bestehende empfindliche Gleichgewicht gefährden und damit auch Flora und Fauna des Weidelands aufs Spiel setzen. Durch das Life Quality-Programm der EU wurde das FORBIOBEN-Projekt finanziert, um die Auswirkungen verschiedener Parameter bei den Viehbeständen auf die Artenvielfalt von Weideland zu untersuchen. Die niederländische Schmetterlingsstiftung (DBC - Dutch Butterfly Conservation) untersuchte die Zucht- und Beweidungsintensität, also die Anzahl der Tiere pro Hektar Weideland. In Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern des FORBIOBEN-Konsortiums führte die DBC eine umfangreiche Beobachtung der Anzahl und Arten von großen und kleinen Tieren auf beweiteten Grasflächen durch. Um möglichst repräsentative Ergebnisse zu erzielen, wurden Orte in fünf verschiedenen Ländern der EU untersucht. Die DBC belegte nicht überraschend, dass die Artenvielfalt bei der Fauna zunimmt, wenn die Beweidungsintensität abnimmt. Unerwartet kam jedoch das Forschungsergebnis, dass die Art des Weideviehs wenig Einfluss auf die Artenvielfalt hat. Diese und weitere Ergebnisse werden durch die DBC und ihre Partner in einschlägigen Fachzeitschriften veröffentlicht. Die DBC bietet auch Beratungen für eine umsichtige Verwaltung und Bewirtschaft von Weideland an. Die Nutzer sind vorwiegend in den Bereichen Landwirtschaft und Artenschutz zu finden.