Das Management der Beschaffenheit von städtischen Böden
Das Projekt URBSOIL, welches unter dem Motto "Städtische Böden als Quelle und Senke von Verschmutzung" stand, richtete sich auf das Bedürfnis nach einer gemeinsamen Herangehensweise bzw. Methode zur Untersuchung und Klassifizierung städtischer Böden. Durch den Mangel an solchen Ansätzen wird die vergleichende Bewertung von Bodeneigenschaften und deren Beziehung zu anderen ökologischen oder gesundheitlichen Kritieren verhindert. Zu den unmittelbaren Zielen zählten die Bestimmung und Erfassung von Bodenqualitätsparametern, die als Güteindikatoren dienen, sowie die Entwicklung und Nutzung von analytischen, aber einfach durchzuführenden Tests zur Messung dieser Parameter. Die erfassten Daten wurden als Eingabewert für ein Entscheidungsunterstützungssystem verwendet, mit dem die Planung und die nachhaltige Bewirtschaftung der Böden in den europäischen Metropolen optimiert werden können. Im Rahmen von URBSOIL wurde ein nutzerfreundlicher standardisierter Bericht zum Zustand der städtischen Böden erstellt, der umfassende und genaue Informationen zu den Bodenuntersuchungen enthält. Dazu zählen Bodenanalysedaten und deren Auswertung durch Anwender ohne Expertenkenntnisse. Diese Interpretation wird durch Informationen zum Probenstandort, zur Bodennutzung, zu möglichen Verschmutzungsursachen sowie zu relevanten gesetzlichen Vorschriften unterstützt. Anmerkungen und Vorschläge zu möglichen Sanierungsmaßnahmen werden auch bereitgestellt. Die Bodenbeschaffenheit hat sowohl einen direkten als auch einen indirekten Einfluss auf das städtische Ökosystem. Nationale und europäische Behörden profitieren von den bei diesem Projekt gewonnenen Erkenntnissen und erarbeiteten Instrumenten. Sie können damit Veränderungen bei der Bodenbeschaffenheit sowie der daraus folgenden Entscheidungsfindung überwachen.