Die Entwicklung neuartiger Therapieverfahren für Osteoporose-Patienten
Im Rahmen des von der Europäischen Kommission finanzierten MIVASE-Projekts sollten neue Therapieansätze zur Behandlung von Osteoporose entwickelt werden. Die Projektpartner konzentrierten sich auf die Suche nach Möglichkeiten, den Hauptproteinkomplex zu hemmen, der für den Ansäuerungsprozess in den Knochen verantwortlich ist. Die Osteoklast-vakuoläre ATPase ist ein reizvolles Ziel für Osteoporose-Therapien, und innerhalb eines Versuchs, mögliche neue Hinweise bestimmen zu können, untersuchten die Forscher natürliche Hemmstoffe. Die Universität Leeds arbeitete an einer Immuntherapie, um die Aktivität der ATPase zu hemmen. Die entwickelten Antikörper erwiesen sich als höchst spezifisch sowohl gegenüber Osteoblast-Proteinen als auch Krebszellen. Diese Antikörper unterstützten die Forscher außerdem beim Erlangen eines besseren Verständnisses der topografischen Anordnung dieser Enzymkomplexe und ihrer Subeinheiten. Die Forscher lassen diese erst kürzlich entdeckten Antikörper patentrechtlich schützen. Es werden Kollaborationsvereinbarungen angestrebt, um das Potenzial dieser Antikörper auf den Gebieten Osteoporose und Krebs zu erschließen. Der zukünftige Partner soll diese Immuntherapien weiterentwickeln und auch nach anderen Möglichkeiten für zusätzliche Tests suchen.