Management der Funktionsweise des Ökosystems Ostsee
Flussbegradigungen und Eutrophierung von Flussbecken haben zur Reduktion der gelösten Silikate (DSi) in der Ostsee geführt. Das ist vor allem der Grund für die sinkenden DSi-Vorkommen. Ein weiterer Grund für reduzierte DSi-Werte ist die verstärkte Ablagerung baltischer Sedimente durch marine Eutrophierung. Folglich gibt es Hinweise auf eine Änderung bei den Spezies in der Ostsee, wie beispielsweise eine Zunahme der Kieselalgen und eine Abnahme bei den Geißeltierchen. Dies hat mögliche ökologische Folgen für Phytoplanktoncluster. In diesem Licht hat das SIBER-Projekt eine Broschüre zusammengestellt, in der die zentralen Ergebnisse des Projekts dargestellt und die Bedeutung der gelösten Silikate für das Funktionieren des Ökosystems Ostsee demonstriert werden. Zu den wichtigsten Themen in dieser Broschüre gehören: das aktuelle Wissen über die Rolle der Kieselalgen in den Ökosystemen der Ostsee, Gründe für künftige Sorgen sowie Faktoren für die Regulierung der Entwicklung von Kieselalgen. Diese Broschüre kann den Verantwortlichen dabei helfen, ihr Wissen über Nährstoffkreisläufe zu erweitern. Obwohl der Projektvorschlag sich auf die Ostsee bezieht, wo das DSi-Problem leichter festzustellen ist, haben die Ergebnisse eine größere Relevanz im Hinblick auf berichtete weltweite Folgen auf Küstenökosysteme.