Plasma-generierte Synthese von verbundenen Kohlenstoffnanoröhrchen
Das übergeordnete Ziel der CARDECOM-Projektpartner stellte die Entwicklung von Kohlenstoffnanoröhrchen für die Anwendung in der Kathodenstrahlröhren-Technologie sowie bei der Herstellung von Katalyse- und Verbundmaterial dar. Um das erreichen zu können, wurde ein großflächiger Tieftemperaturreaktor entwickelt. Der Nanoröhrchenreaktor nutzt eine maßstäblich veränderte induktiv gekoppelte Plasmaquelle (ICP - Inductively Coupled Plasma). Unter Anwendung dieses ICP-Reaktors wurden technische Einzelheiten der Nanoröhrchen - einschließlich Dickenuniformität und Abscheiderate - theoretisch prognostiziert. Die Plasmabeschaffenheit, die für die Herstellung von verbundenen Nanoröhrchen notwendig ist, korrelierte ebenso positiv mit der experimentell erreichten. Das großflächige Nanoröhrchen-Abscheidesystem befindet sich jedoch noch nicht an dem Punkt, an dem es als kommerzielles Produkt vertrieben werden könnte. Um dieses Ziel erreichen zu können, bedarf es noch weiterer Forschungsarbeiten. Dennoch wurden im Rahmen dieses Projekts herausragende Fortschritte im Hinblick auf Geräteausstattung und Verfahrensmaßstab erzielt. Die Kontaktorganisation CCR hat momentan Patente auf seine ICP-Quellen-Technologie angemeldet. Gemeinsam mit den CARDECOM-Projektpartnern zieht sie in Betracht, Patent auf die zugehörigen Verfahren anzumelden. Der für das CARDECOM-Projekt entwickelte Nanoröhrchenreaktor kann als Anschauungsobjekt für die Ablage von Kohlenstoffnanoröhrchen und Nanofasern verwendet werden. Diese Anschauungsmittel helfen dabei, den vollen Handelswert aus dieser sich rasant entwickelnden Technolgie herauszuholen.