Schutz der europäischen Seeberge
Für einen Großteil der europäischen Bevölkerung stellt das Meer die Lebensgrundlage dar. Daher ist es unumgänglich, Schritte zum Schutz der europäischen Meeresressourcen einzuleiten. Der World Wildlife Fund arbeitet aktiv auf diesem Gebiet, indem er den Aufbau von Meeresschutzgebieten (MPAs - Marine Protected Areas) vorantreibt. Der Verband "North-East Atlantic Marine Ecoregion" (NEAME) des WWF verfolgt den Schutz von Seebergen. Seeberge sind besonders gebirgige Regionen unterhalb der Meeresoberfläche, wo Plankton, Fische und andere Meereslebewesen zusammenkommen und eine immense Artenvielfalt herrscht. NEAME beteiligte sich an Untersuchungen zu Sedlo, einem relativ unberührten Seeberg nördlich der Azoren. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden und Universitäten, leisteten NEAME und seine Partner vom OASIS-Projekt Unterstützung bei der Bestimmung des Schutzgebietes um den Sedlo-Seeberg. Das Gebiet umfasst den Seeberg selbst sowie ein Pufferzone rund um den Berg. In dieser sind nun Dampffischerei und Netzfangaktivitäten verboten. Eine Gruppe von Wissenschaftlern wird Sedlo weiterhin überwachen, um die Auswirkungen des Schutzgebiets und anderer eingeführter Managementmaßnahmen beurteilen zu können. Die dadurch gewonnenen Daten werden an Interessenvertreter weitergegeben, um somit den Status als Meeresschutzgebiet aufrechtzuerhalten. Um das zu erreichen, hat NEAME das Konzept eines Managementplans für dieses Ökosystem veröffentlicht, das entscheidende politische, wissenschaftliche und andere Problemfelder anspricht. Sollte sich das Sedlo-Experiment als erfolgreich erweisen, besteht die Hoffnung, dass in naher Zukunft auch andere Seeberge zum Meeresschutzgebiet erklärt werden.