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Computer aided rehabilitation of respiratory disabilities

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Wirksame Therapie bei Atemnot

Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen können die Lebensqualität der Patienten stark beeinträchtigen. Wissenschaftler untersuchten im Rahmen des europäischen Projekts CARED die Verwendung von Bronchodilatoren und deren Wirkung auf die Belastungsfähigkeit.

Gesundheit

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (chronic obstructive pulmonary disease, COPD) ist eine Krankheit, bei der sich die Luftwege verengen und Kurzatmigkeit bis hin zur Dyspnoe (Atemnot) auftreten kann. Ursachen dafür sind Verschmutzungen durch schädliche Gase oder Rauchen. Chronisches Asthma bewirkt ebenfalls eine Behinderung des Luftstroms. Beide Krankheiten sind Hauptursachen für körperliche Behinderungen, da Bewegungsaktivitäten und Verrichtungen des täglichen Lebens stark eingeschränkt sind. Bronchienerweiternde Inhalationsmedikamente (Bronchodilatoren) erhöhen die Belastungsfähigkeit, da sie die Überblähung der Lunge (auch dynamische Hyperinflation) reduzieren. Inhalierbare Medikamente schlagen jedoch nicht bei allen Patienten an, was deren Belastungsfähigkeit einschränken kann. Projektpartner am Polytechnikum Mailand in Italien untersuchten die Ursachen dieses Phänomens, das die Heilungschancen für Patienten verschlechtert. In einer doppelblinden, randomisierten Crossover-Studie wurden 18 Patienten mit COPD Salbutamol und Kochsalzlösung zur Inhalation verabreicht. Gemessen wurden die forcierte Vitalkapazität (das Luftvolumen nach möglichst tiefer Ausatmung) sowie die funktionelle Residualkapazität (die Menge an Luft, die nach einer forcierten Ausatmung in der Lunge verbleibt). Im Ruhezustand und bei körperlicher Betätigung wurden unter Einsatz der nicht-invasiven optoelektronischen Plethysmografie (OEP) Atmungsmuster, Thoraxdimensionen und Schweregrad der Atemnot bestimmt. Die Messungen ergaben, dass Bronchodilatoren die forcierte Ausatmung bei den meisten Patienten verbessern. Patienten mit einer weniger stark überblähten Lunge verzeichneten jedoch eine Reduzierung des Volumens des abdominalen Kompartiments, was wiederum die sportliche Leistungsfähigkeit einschränkte. Für eine wirksame Therapie von COPD sind genaue Kenntnisse der Dynamik der Thoraxmuskulatur erforderlich. Patienten mit eingeschränkter sportlicher Leistungsfähigkeit müssen identifiziert werden, um Therapien zur Erweiterung der Thoraxkapazität mit bronchienerweiternden Medikamenten zu ergänzen.

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