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European Science Journalism Forum 2010 under the Spanish Presidency

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Europäische Wissenschaft wird eigene Kommunikation verbessern

Während eines Forums, das von der spanischen EU-Ratspräsidentschaft im Frühling 2010 in Madrid organisiert wurde, diskutierten Wissenschaftsjournalisten die Herausforderungen für die Wissenschaftskommunikation im 21. Jahrhundert.

Klimawandel und Umwelt

Mehr als 250 Delegierte kamen nach Madrid, um am "Media for Science Forum" (MSF) teilzunehmen. Während der Veranstaltung wurde herausgearbeitet, dass eine breite Allianz der wichtigsten Akteure der europäischen Wissenschaftsgemeinschaft erforderlich ist, um in der allgemeinen Öffentlichkeit die Kultur der Wissenschaft zu fördern. Den Ergebnissen der sechs Rundtischgespräche zufolge erfordert diese Allianz die Unterstützung der wissenschaftlichen Gemeinschaft, der Medien, der Wissenschaftsjournalisten und der politischen Entscheidungsträger, damit sie einen Einfluss ausüben kann. Effektivere Maßnahmen seitens der Regierungen sind erforderlich, um die Wissenschaft über die Medien zu fördern. Dies war eine der vielen Empfehlungen, die aufgestellt wurden. Die Delegierten stimmten auch darin über ein, dass Ergebnisse von Forschungsprojekten, insbesondere von solchen, die Finanzierung aus öffentlichen Mitteln erhalten, der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich sein sollten und durch die Medien gefördert werden sollten. Alle Akteure, einschließlich Regierungen und der Medieneinrichtungen, müssen die Medien umfangreicher nutzen, um wissenschaftliche Erkenntnisse, die für die Öffentlichkeit von Interesse sein könnten, publik zu machen. Dies, so geht aus den Empfehlungen des Forums hervor, würde bei der "Lokalisierung" der Wissenschaft helfen und es für die einzelnen Gemeinschaften relevanter machen. Die Förderung ist ein guter erster Schritt, es sind jedoch Maßnahmen an Stellen erforderlich, die noch weiter vorgeschaltet sind: an den Universitäten. Spezielle Kurse zum Wissenschaftsjournalismus könnten geschaffen und in die Lehrpläne der Medien-Studiengänge integriert werden, um neuen Journalisten in diesem Bereich einen besseren Berufseinstieg zu ermöglichen. In ähnlicher Weise sollten Wissenschaftler Schulungen angeboten bekommen, um ihnen grundlegendes Wissen im Bereich Medien und Kommunikation zu vermitteln. Es ist wichtig für die Behörden, die Wissenschaft zu fördern. Es ist gleichermaßen wichtig für die wissenschaftliche Gemeinschaft, selbst Informationen über Projekte, die für eine breitere Öffentlichkeit von Interesse sein könnten, an die Medien weiterzugeben. Dieser Punkt wurde in den Empfehlungen des Forums hervorgehoben, mit denen sie die wissenschaftlichen Institutionen aufrufen, ihre Kompetenzen im Bereich der Weitergabe wissenschaftlicher Erkenntnisse an die allgemeine Öffentlichkeit zu erweitern. In den Schlussfolgerungen stellt das MSF fest, dass die Wissenschaft der bedeutendste historische Beitrag Europas zur modernen Gesellschaft ist. Die Delegierten sind der Meinung, dass Europa seinen Beitrag zur Wissenschaft erneuern muss, während die Wissenschaft ihrerseits ihren Beitrag zur Gesellschaft, durch die sie gefördert wird, erneuern muss. Der Wissenschaftsjournalismus ist daher wichtig, um eine Verbindung zwischen der Wissenschaft und den Menschen zu schaffen.

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