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Mittelmeerforschungsraum soll entstehen

Ein EU-Projekt förderte die Kooperation zwischen den Mittelmeernationen im Sinne der Erschaffung eines Mittelmeerforschungsraums. Zu den Ergebnissen zählen Dialoge, Schulungsprogramme und ein Forschungsnetzwerk sowie Mittel zur Übertragung von Technologie und zu Überwachung der Kooperation.

Industrielle Technologien

Europa und andere Länder des Mittelmeerraums sind Nachbarn und haben viel gemeinsam. Es gibt starke Gründe, um zusammenzuarbeiten. Während bereits zahlreiche Abkommen eine derartige Zusammenarbeit gefördert haben, wurden die Ziele in Bezug auf einen Mittelmeerraum der Sicherheit, der ökonomischen Entwicklung und des Kulturaustauschs nur teilweise erreicht. Das von der EU finanzierte Projekt "Mediterranean innovation and research coordination action" (MIRA) umfasste 34 europäische und regionale Partner. Es lief fünf Jahre und endete im Januar 2013. Ziel des Konsortiums war die Unterstützung der Beteiligung der maßgeblichen Länder am Aufbau eines Forschungsraums Europa-Mittelmeer, insbesondere durch die Förderung von Projekten innerhalb des Siebten Rahmenprogramms (RP7). Überdies verfolgte die Gruppe die Ziele, die Schaffung von offiziellen Agenturen zur Koordinierung der Aktivitäten der beteiligten Länder zu unterstützen, und die Umsetzung der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) und der Partnerschaft Europa-Mittelmeer im Bereich Forschung und Innovation zu verfügen. Das Projekt schloss seine sechs geplanten Aktivitäten ab. Dazu zählte die Erstellung einer Dialogplattform unter Einsatz aktueller Informations- und Kommunikationstechnologien sowie die Entwicklung von Schulungen zur Verbesserung des Projektmanagements. Weitere Aktivitäten waren die Organisation von Diskussionen über RP7-Prioritäten von gemeinsamem Interesse sowie die Schaffung einer Beobachtungsstelle für wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit, um für eine Überwachung von Indikatoren zu sorgen. Überdies knüpfte die Gruppe Netzwerke aus Forschungseinrichtungen und Technologietransferdiensten und unterstützte im Rahmen der Funktionen des Begleitausschusses (Monitoring Committee, MoCo), der Kapazitätsbildung und des funktionierenden RP7-Kontaktstellennetzes in den Mittelmeerpartnerländern den politischen Dialog zwischen der EU und den Mittelmeerpartnerländern. Die Projektmitglieder entwickelten den gemeinsamen Ansatz aus den MIRA-Resultaten, womit man den Anstoß zu Innovation förderte und wissenschaftliche Prioritäten in bestehenden Projekten setzte. Sie schufen außerdem mehrere Arbeitsgruppen, um eine Bestandsaufnahme der aktuellen wissenschaftlichen Praxis vorzunehmen und im Auftrag eines Mandats des Begleitausschusses eine “Common Euro-Mediterranean Research and Innovation Agenda” (Gemeinsame Forschungs- und Innovationsagenda Europa-Mittelmeer) vorzuschlagen. Gleichermaßen erwähnenswert ist die Ermittlung gemeinsamer Forschungsprioritäten zur Unterstützung des Programms “Horizon 2020: De-contamination of the Mediterranean” (Horizont 2020: Dekontamination des Mittelmeers) durch eine Expertengruppe, die im Rahmen des Projekts MIRA mobilisiert wurde. Zu guter Letzt brachte das Team ein von CIHEAM (SERIES B: Studies and Research, n º 71, 2013) publiziertes Buch mit dem Titel “Moving forward in the Euro-Mediterranean Research and Innovation Partnership: The experience of the MIRA Project” (Vorankommen in der Europa-Mittelmeer-Forschungs- und Innovationspartnerschaft: Erfahrungen des MIRA-Projekts) mit seinen Haupterkenntnissen, Schlussfolgerungen und zukünftigen Erwartungen sowie den gezogene Lehren und Erfahrungen heraus.

Schlüsselbegriffe

Mittelmeerforschung, Forschung am Mittelmeer, Forschungsnetzwerk, Innovation und Forschung, Aufbau von Kapazitäten

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