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ASSESSMENT OF HEARING IN THE ELDERLY: AGING AND DEGENERATION - INTEGRATION THROUGH IMMEDIATE INTERVENTION

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Hörverlust bei älteren Menschen in der EU 

Ein EU-Team untersuchte den altersbedingten Hörverlust (ARHL) als Aspekt der Behinderung. Die Forschung schätzte das Ausmaß des Problems, bestimmte die Mechanismen, die Hörverlust verursachen und führte ein neues Screening-Programm ein. 

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Mit dem Ruhestand der Baby-Boomer-Generation nimmt der bereits große Anteil der älteren Menschen an der europäischen Bevölkerung weiter zu. Die EU zielt darauf ab, ihre Senioren so gesund und aktiv wie möglich zu halten, doch Hörverlust stellt sowohl eine Ursache als auch ein Zeichen für eine zunehmende Behinderung dar. Das EU-finanzierte Projekt AHEAD III (Assessment of hearing in the elderly: Aging and degeneration - Integration through immediate intervention) befasste sich mit dem Problem des Hörverlusts. Das Team untersuchte die Auswirkungen eines solchen Hörverlusts, Möglichkeiten zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die frühzeitige Erkennung und Intervention sowie die Kosten für ein groß angelegtes Screening. Das Konsortium beschrieb die Mindestanforderungen und Diagnosemethoden und lieferte Empfehlungen für eine erfolgreiche Umsetzung mit den verfügbaren Optionen. Die Gruppe stellte auch neue Kriterien für neu vorgeschlagene Technologien auf und analysiert Protokolle, die auf jedes europäische Land oder eine Region abgestimmt werden sollen. Eine der wichtigsten Errungenschaften des Projekts war eine umfassende Überprüfung der Prävalenz von ARHL in Europa. Die Überprüfung betrachtete mehr als 1.000 Quellen. Darüber hinaus führte das Team in Zusammenarbeit mit der Deutschen Seniorenliga eine zweistufige ARHL-Kampagne in Deutschland und den anderen deutschsprachigen Ländern Europas durch. Eine zweite Untersuchung behandelte Mechanismen des Hörverlusts und das Potenzial für die Interaktion mit anderen Gesundheitsproblemen. Weitere Untersuchungen diskutierten alte und neue Screening-Methoden sowie Intervention nach Hörverlust. Als Ergebnis implementierte das Team in Wales eine Pilotaktion für ein neues Hörverlust-Screening-Konzept. Nach der Bewertung der Ergebnisse und der Veröffentlichung einer Positionserklärung führte AHEAD III zunächst weitere Versuche in Italien und Zypern durch. Eine zweite Phase des Screenings fand danach in Belgien, Deutschland und Malta statt. Das Team etablierte auch Kontakte zu ARHL-Screening-Programmen in den USA. Im Jahr 2010 veranstaltete das Projekt eine internationale Konferenz zum Hörverlust-Screening bei Erwachsenen. Weitere Verbreitungsaktivitäten umfassten zahlreiche Radio- und Fernsehauftritte, mehrere Zeitungsartikel und Broschürenwerbung für die Screening-Kampagnen. Die Arbeit führte zu 12 wissenschaftlichen Arbeiten und 36 Konferenzpräsentationen. Als Ergebnis von AHEAD III wird Europa besser in der Lage sein, ARHL-Screening zu implementieren und zu bewerten. So können Europäer eine höhere Lebensqualität im Alter erwarten.   

Schlüsselbegriffe

  Hörverlust, ältere Menschen, altersbedingter Hörverlust, Behinderung, AHEAD III, Degeneration 

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