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Constraining Geomorphic transport laws for mass wasting processes

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Vorhersage von Erdrutschen in den Alpen

Die Erosion, Erdrutsche und sich ändernde Topografien können auf ländliche Gebiete, die Landwirtschaft und die Entwicklung umfangreiche Auswirkungen haben. Ein kombiniertes Verfahren kann helfen, die Häufigkeit und den Ort dieser geomorphologischen Änderungen aufzuzeichnen.

Klimawandel und Umwelt

Die verschiedenen Kliffe, Täler, Böschungen und Berge der Erde werden als Hänge bezeichnet, an diesen Stellen sind seit über Tausenden von Jahren große Erdmassen und Sedimentmengen in konstanter Bewegung. Dieser Bewegungsprozess wird als Massenbewegung bezeichnet und beeinflusst, ob das Land für die Landwirtschaft, den Bau von Häusern oder andere Aktivitäten geeignet ist. Das EU-finanzierte Slidelaws-Projekt ("Constraining Geomorphic Transport Laws for Mass Wasting Processes") untersucht das Konzept der Massenbewegung. Es werden zwei Wassereinzugsgebiete in der Region Trentino in den italienischen Zentralalpen erforscht: Val di Sole und Val di Fiemme. Das Projekt untersucht die von Gletschern geprägte Landschaft, beispielsweise die Hydro-Geomorphologie, das Grundgestein, den Sedimenteintrag sowie andere Eigenschaften, welche die Massenbewegung beeinflussen. Dies erfolgt anhand einer Reihe von Luftaufnahmen, die zwischen 1954 und 2006 aufgenommen wurden, durch Technologien zur Fernerkundung (Light Detection and Ranging – Lidar) und Laborexperimenten. Die Verfahren zur Überwachung konnten die Charakteristika der Erdrutsche dieser Region herausstellen, zeigen, welche Landnutzung erfolgt (z.B. alpin, landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich) und darüber hinaus die topografischen Eigenschaften (Anhöhen und Neigungsebenen) identifizieren. Werden diese Verfahren miteinander kombiniert, können sie in effektiver Weise dazu beitragen, die Häufigkeit der Erdrutsche und ihre möglichen Bedrohungen beispielsweise für Siedlungen und die Landwirtschaft zu verstehen. Das Verhältnis der Häufigkeit von Erdrutschen pro Flächeneinheit war zum Beispiel hilfreich, die Intensität des Prozesses der Erdbewegungen zu berechnen. Ein weiteres Ergebnis des SLIDELAWS-Projekts betonte klare lithologische und tektonische Kontrollen. Ereignisse mit großer Stärke und geringer Frequenz ereignen sich ausschließlich in metamorphem Gestein. Kleinere Ereignisse, die eine Fläche von weniger als 300.000 m2 betreffen, treten hauptsächlich an metamorphen Neigungsebenen auf, während sedimentäre und intrusive Gesteine wesentlich weniger aktiv sind. Diese Erkenntnis kann die Vorhersage und Lokalisierung von Erdrutschen ebenfalls verbessern. Das Projekt hilft insgesamt, unser Wissen über das Auftreten von Erdrutschen und über die Bestimmung von geomorphologischen Transportgesetzen zu erweitern. Indem Besonderheiten in der Geomorphologie, in den Charakteristika der Neigungsebenen und in Wasserflüssen entdeckt werden, wird es möglich sein, den Umfang potenzieller Erdrutsche, einschließlich der Risiken für die Infrastruktur und Wohngebiete, abzuschätzen.

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