Schutz von Wäldern in den Trockengebieten Lateinamerikas
Die schnelle wirtschaftliche Entwicklung und die Bevölkerungszunahme haben einen negativen Einfluss auf Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und Wasserangebot. Darunter leiden die Ökosysteme. Dieses Problem tritt besonders in ariden und semi-ariden Klimazonen auf. In diesen Gebieten sind viele Nutzpflanzen und Tierarten beheimatet. Die ländlichen Gemeinschaften sind zur Treibstoff- und Nahrungsmittelgewinnung und zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts auf den Erhalt der Ökosysteme angewiesen. Das Projekt "Restoration of forest landscapes for biodiversity conservation and rural development in the drylands of Latin America" (Reforlan) untersuchte Methoden zum Schutz des Artenreichtums durch die Wiederansiedlung wirtschaftlich wertvoller heimischer Arten in Trockengebieten in Mexiko, Chile und Argentinien. Dadurch sollten die Auswirkungen der schädigenden Umwelteinflüsse verringert und die Ansiedlung von Arten in der Umgebung vorangetrieben werden. Die Projektpartner griffen auf satellitische Fernerkundung zurück, um sich einen Überblick über den Zustand der Wälder zu verschaffen und Pläne zur Aufforstung und Wiederansiedlung der Arten zu erstellen. Die Umsetzbarkeit der verschiedenen Ansätze wurde durch Experimente und Modelle geprüft. Mit neu entwickelten geografischen Informationssystemen (GIS) wurden der Grad der Waldfragmentierung und der Verlust der Biodiversität bestimmt. Außerdem wurden Tools konzipiert, die bei der Abschätzung potenzieller Auswirkungen verschiedener landnutzungspolitischer Maßnahmen zu Wiederaufforstung und nachhaltiger Entwicklung helfen sollen. Bei der Entwicklung der Tools griffen die Wissenschaftler auf integrierte Informationssysteme, Nachhaltigkeits- und Rehabilitationsindikatoren sowie Studien zur Wiederaufforstung und Ansiedlung von Arten zurück. Von den im Rahmen des Reforlans-Projekts entwickelten Tools werden sowohl einige der artenreichsten Gebiete der Erde als auch die einheimische Bevölkerung profitieren.