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Kooperative Lösungen für nachhaltigere, resilientere, grünere und gesündere Städte

Durch die Umsetzung von naturbasierten Lösungen werden die europäischen Städte klimaresilienter, ökologisch nachhaltiger und sozial kohärenter und damit zu Orten, in denen besser gelebt, gearbeitet und gespielt werden kann. Ein EU-Projekt fördert die Umsetzung von naturbasierten Lösungen in allen Städten und maximiert gleichzeitig die vielfältigen Vorteile, die sich durch Innovationen daraus ergeben.

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Wissenschaftliche Studien belegen die positiven Ergebnisse des Zusammenspiels zwischen Biodiversität, Umweltdienstleistungen und einer städtischen grünen Infrastruktur. Daher haben sich naturbasierte Lösungen für die meisten Städte im Wandel zum wichtigsten politischen Impulsgeber entwickelt, da sie zur Schaffung multifunktionaler Arenen und zur Erfüllung mehrerer, gleichzeitig gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Ziele eingesetzt werden können.

Naturbasierte Lösungen in Stadtgebieten umsetzen

Im EU-finanzierten Projekt CONNECTING Nature wird eine Städtegemeinschaft gebildet, in der paarweises Lernen und der Aufbau von Kapazitäten zwischen so genannten Pionierstädten, die Erfahrung mit der Einführung von naturbasierten Lösungen haben und so genannten Folgestädten, die solche Lösungen einführen möchten, aber noch keine Erfahrung damit haben, möglich ist. Die Gemeinschaft wird mit zunehmendem Wissen und Sachverstand neue Mitglieder (Multiplikatorstädte) hinzugewinnen. Insgesamt sind 11 Städte in Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Zypern, Griechenland, Italien, Polen, Schottland und Spanien direkt an der Planung von naturbasierten Lösungen in unterschiedlichen räumlichen Maßstäben beteiligt. „CONNECTING Nature wird Europa bei der Innovation und Umsetzung städtischer naturbasierter Lösungen weltweit führend positionieren“, stellt Koordinator Marcus Collier fest. CONNECTING Nature begründet und untersucht Ansätze mit Methoden für die gemeinsame Entwicklung und Einrichtung von naturbasierten Lösungen. Das Ergebnis werden resiliente, umweltfreundliche und gesunde Städte sowie ein nachhaltigeres Leben der Bürgerinnen und Bürger sein. Das Konsortium hat einen Referenzrahmen für naturbasierte Lösungen mitentwickelt, in dem Städte, KMU, akademische Einrichtungen und die Zivilgesellschaft zusammenkommen, um laufende Prozesse zum Abbau von Barrieren und Silos reflexiv zu überwachen. Er wird in allen Städten zur Schaffung von gemeinsam nutzbarem und umsetzbarem Wissen genutzt und umfasst eine Reihe von iterativen und anpassungsfähigen Phasen. In diesem Rahmen werden die verschiedenen Innovationen erfasst, die sich aus der Umsetzung und Skalierung der naturbasierten Lösungen ergeben, und er erleichtert sowohl das Lernen als auch die interne und externe Kommunikation in jeder Stadt. „Es handelt sich um ein Instrument zur Einleitung eines Prozesses, das anderen Städten dabei hilft, ihre Möglichkeiten zu entdecken und zu nutzen und so die Planung naturbasierter Lösungen in die Praxis zu integrieren“, erklärt Collier. Die Projektpartner entwickeln und testen neuartige Stadtplanungsprozesse, die naturbasierte Lösungen zusammen mit Innovationen in den Bereichen Wirtschaft und Regierungsführung in Koproduktion mit allen städtischen Gemeinschaften ermöglichen. Sie testen auch, wie naturbasierte Lösungen hinsichtlich des Zusammenhalts in Umgebungen nach Konflikten wie in der sich schnell anpassenden Stadt Sarajevo eingesetzt werden kann. Das Team von CONNECTING Nature hat neue Modelle erstellt, mit denen Förder- und Finanzierungsmechanismen erkannt werden können, die naturbasierte Lösungen für nachhaltige und resiliente Städte als wirksam etablieren. Viele dieser Städte haben bereits eine Finanzierung zu diesem Zweck gewinnen können.

Stimulierung des Marktes für neue Innovationen

Es wurde eine Liste mit Wirtschafts- und Sozialunternehmen, die in der Produktion von naturbasierten Lösungen und entsprechenden Produkten tätig sind, erstellt. Im Jahr 2021 soll der erste globale Gipfel zu naturbasierten Innovationen und naturbasierten Unternehmen stattfinden. Die Basisindikatoren für die Wirksamkeit von naturbasierten Lösungen haben sich aufgrund von COVID-19 verändert. Dies betrifft insbesondere den Bereich Gesundheit und Wohlbefinden. CONNECTING Nature lernt, sich daran anzupassen. Dort werden nun die Auswirkungen der Ausgangsbeschränkungen erfasst und es wird eine Skalierungsmöglichkeit für naturbasierte Lösungen in Städten im Hinblick auf Pandemien und andere Quarantäne-Situationen geschaffen. „Wir konsolidieren das breite Spektrum an Erfahrungen, industriellen Innovationen, wissenschaftlich-praktischen Erkenntnissen und Governance-Modellen in europäischen Städten und übertragen diese Prozesse für eine globale Integration von naturbasierten Lösungen“, schließt Collier. „Eine breitere Einführung von naturbasierten Lösungen hat den zusätzlichen Nutzen, dass Stadtgebiete vielfältiger werden und die Bürgerinnen und Bürger wieder mit der Natur verbunden, dass die Verbindung und Heterogenität von Lebensräumen gefördert und Stadtgebiete ökologisch resilienter werden können.“

Schlüsselbegriffe

CONNECTING Nature, naturbasierte Lösungen, Mitgestaltung, Städte, urban, Innovation, Governance, Gemeinschaft

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