Internationale Zusammenarbeit in den Biowissenschaften
Entwicklungsländer profitierten von der Beteiligung an EU-finanzierten Projekten, da die EU verstärkt Anstrengungen unternommen hat, um die Zusammenarbeit mit diesen Ländern zu fördern. Das EU-finanzierte Projekt Impresman-Coeur4life förderte in bislang unerreichter Höhe die Kooperation zwischen Organisationen aus den Bereichen Biowissenschaften, Biotechnologie und Genomik in diesen Ländern und der EU. Insbesondere Projektmanagementstrategien, Aufbau von Forschungskapazitäten und interaktive Forschung wurden spezifisch an die Bedürfnisse jedes beteiligten außereuropäischen Landes angepasst. Dabei wurden länderspezifische Bedürfnisse und Ausbildungsbedarf in den Biowissenschaften analysiert und Schulungsprogramme entwickelt, die genau auf das jeweilige Zielpublikum zugeschnitten. Für die Analysen wurden verschiedenste Akteure aus den Biowissenschaften sowie politische Entscheidungsträger, Regierungsvertreter, Unternehmensleiter und Forschungsadministratoren detailliert befragt, um die Ausbildung weiter zu verbessern. In Forschungsagenturen und ähnlichen Einrichtungen wurde über die Empfehlungen von Impresman-Coeur4life zur Unterstützung der internationalen Zusammenarbeit informiert. Dies verdeutlichte auch, welchen Einfluss das sehr länderspezifische Forschungsmanagement beispielsweise auf die Bildung neuer Partnerschaften hat. So wurden bewährte Praktiken empfohlen, die die Zusammenarbeit im Bereich Biowissenschaften und Medizin erleichtern können. Wichtigste Projektergebnisse waren die erfolgreiche Organisation von 10 dreitägigen interaktiven Workshops in Brasilien, Costa Rica, Russland, Südafrika und der Ukraine. Die Schulungen, Workshops und das benötigte Arbeitsmaterial wurden vom Projektteam gestellt, um den LSH-Forschern in den Zielländern eine Beteiligung an EU-Projekten zu ermöglichen und die Zusammenarbeit weiter zu unterstützen.