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Farm Accountancy Cost Estimation and Policy Analysis of European Agriculture

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Verbesserung der Wirtschaftsdaten über Bauernhöfe

Eine alte Quelle landwirtschaftlicher Wirtschaftsdaten in Europa ist womöglich nicht mehr das beste Mittel für die politische Forschung. Ein EU-Projekt wird ermitteln, ob sie noch geeignet ist, und wie sie verbessert werden könnte.

Klimawandel und Umwelt

Das Informationsnetz landwirtschaftlicher Buchführungen (INLB) ist eine Quelle für Wirtschaftsdaten, die bei der Erforschung der europäischen Landwirtschaft unterstützend wirkt. Jedoch besteht Unsicherheit darüber, ob das alternde Netzwerk noch immer das bestgeeignete Instrument für diesen Zweck darstellt. Durch das Projekt "Farm accountancy cost estimation and policy analysis of European agriculture" (FACEPA) sollte diese Frage beantwortet werden. Das Forschungskonsortium umfasste 11 Mitglieder aus 9 europäischen Ländern und lief 3,5 Jahre von April 2008 bis September 2011. Mit EU-Finanzierung von über 2,2 Millionen Euro war das Projekt darauf ausgerichtet, die Wirksamkeit des INLB zu untersuchen. Die Projektpartner verwendeten Daten aus früheren Studien zum Thema Produktionskosten wieder und zeigten Möglichkeiten auf, wie mit INLB-Daten quantitative Politikfeldanalysen erzielt werden können. Daher wurde vorgeschlagen, sechs spezifische Teilthemen zu behandeln. Von den Forschungsfragen abgesehen sollte im Projekt ein Kostenmodell implementiert und geprüft werden sowie zu methodischen Verbesserungen angeregt werden. Die statistischen Modelle des Projekts wurden geprüft, validiert und zur Politikfeldanalyse der nationalen INLB-Daten der neun Mitgliedstaaten verwendet. So konnte technische Unterstützung geleistet und politische Entscheidungsträger mit Daten versorgt werden. Die FACEPA-Mitglieder entwickelten Instrumente, um die Leistung der Europäischen Kommission bei der Produktionskostenbestimmung zahlreicher landwirtschaftlicher Erzeugnisse zu stärken. Die entwickelten Instrumente verbesserten außerdem die Qualität der Folgenabschätzung zu Maßnahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die Projektmitglieder definierten und implementierten zudem neue Modellierungstools und entwickelten Kostenrechnungsdaten für den Gebrauch durch die Politik. Die ungeprüften Erkenntnisse wurden in drei einzelnen Berichten veröffentlicht, der dritte Bericht beschreibt eine Gesamtsynthese und Schlussfolgerungen. Eines der Hauptprojektergebnisse waren funktionsfähige Wirtschaftsmodelle für Bauernhöfe auf Grundlage von INLB-Kostenschätzungen, die für Politikfeldanalysen geeignet sind. Kostenfunktionen wurden für Milch-, Fleisch- und Getreidebauernhöfe in Deutschland erstellt. Die politischen Auswirkungen der Ergebnisse wurden analysiert. Die durch das FACEPA-Projekt geleistete Arbeit lieferte neue Erkenntnisse über die Agrarwirtschaft, was sich in fundierteren politischen Entscheidungen niederschlagen wird.

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