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Crete Center for Particle Physics and Cosmology

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Griechenland: Theoretische Physik rückt in den Mittelpunkt

Die Stärkung des Crete Center for Theoretical Physics auf Griechenlands größter und bevölkerungsreichster Insel, Kreta, wird zum Gedeihen dieses spannenden Forschungsfelds beitragen, und das nicht nur innerhalb dieses Landes, sondern in ganz Europa.

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Die Disziplin der theoretischen Physik hatte ihre Anfänge im antiken Griechenland der vorsokratischen Philosophie und setzte sich mit den Werken von Platon und Aristoteles fort. Heute kann sich Heraklion, Griechenlands viertgrößte Stadt, eines vielversprechenden Forschungsinstituts rühmen, das als das Crete Center of Theoretical Physics bekannt ist. Das EU-finanzierte Projekt "Crete centre for particle physics and cosmology" (CRETEHEPCOSMO) verfolgte das Ziel, die Kapazitäten des Zentrums zu stärken und es zu einer der führenden Institutionen Europas zu wandeln. Zielführend arbeitete das Projekt an der Gewinnung von Spitzenforschern für das Zentrum, an der Schaffung eines Rechenzentrums und an der Modernisierung der Betreuungseinrichtungen für angehende Forscher. Man brachte das Zentrum im Sinne von Top-Forschungstrends und -prioritäten auf dem neuesten Stand, organisiert gegenseitige Besuche und führt hochkarätige Forschungkonferenzen auf der Insel Kreta durch. Im Einzelnen überwachte das Projekt das Einstellung mehrerer hochrangiger Forscherinnen und Forscher, darunter einen leitenden Postdoktoranden und mehrere Nachwuchsforscher, die aus 400 qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt wurden. Es initiierte zahlreiche Vereinbarungen mit und gegenseitige Besuche bei neun berühmten Partnerinstitutionen wie der Universität Amsterdam in den Niederlanden und dem Imperial College London im Vereinigten Königreich. CRETEHEPCOSMO organisierte im Folgenden mit viel Erfolg hochrangige internationale Treffen, die das Zentrum an der Spitze der Forschung positionierten und optimale Voraussetzungen für langfristige Initiativen und Austauschprogramme bereiteten. Das Zentrum wurde von drei Wissenschaftlern von Weltklasse geleitet und bewertet, die ihm eine sehr positive Einschätzung zukommen ließen. In diesem Zeitraum wurden zahlreiche faszinierende Themen, von den Anwendungen endlicher Dichte und kondensierter Materie bis hin zu holografischer Modellierung und in die Schwerionenphysik untersucht. Auch die Untersuchung der Bildung Schwarzer Löcher und Quarks stand im Mittelpunkt, ebenso wie Schwerkrafttheorien und Stringphänomenologie. Für den Erfolg des Zentrums spricht, dass bereits zwei Mitarbeiter prestigeträchtige Auszeichnungen gewonnen haben und mehrere von den Forschern der Einrichtung vorgelegte wissenschaftliche Artikel Interesse erregten. Diese Ergebnisse konnten dazu beitragen, die Stellung des Crete Center of Theoretical Physics als wahrer Inhaber der Spitzenposition unter diesen europäischen Institutionen zu manifestieren. Der mit diesen Leistungen verbundene Erfolg stellt in diesen für Griechenland schwierigen Zeiten ein willkommenes Zeichen, einen starken Impuls für die gesamte akademische Landschaft dar.

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