Programm (EWG) über die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Unternehmen im Bereich der Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Technologie (COMETT), 1986-1989
Anläßlich seiner Tagung im März 1985 betonte der Europäische Rat die Bedeutung der Stärkung der technologischen Grundlage sowie der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und bekräftigte die Notwendigkeit einer besseren Nutzung von Humanressourcen, insbesondere durch erhöhte Zusammenarbeit zwischen der Industrie und den höheren Bildungseinrichtungen.
Das Programm umfaßte eine Reihe von grenzübergreifenden Vorhaben zur Stärkung der europäischen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen im Hinblick auf Aus- und Weiterbildung zur Anpassung an den technologischen und sozialen Wandel.
Um der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen auf dem Gebiet der Aus-und Weiterbildung im Hinblick auf Innovation und neue Technologien eine europäische Dimension zu verleihen, durch Förderung der gemeinschaftlichen Entwicklung von Ausbildungsprogrammen, des Erfahrungsaustauschs, der optimalen Nutzung gemeinschaftlicher Bildungsressourcen und einer Anhebung des Angebots an lokalen, regionalen und einzelstaatlichen Bildungsmöglichkeiten sowie durch Identifizierung von Prioritäten, die zusätzlicher Maßnahmen bedürfen.
Fünf Maßnahmen:
- Europäisches Netzwerk:
Einrichtung eines europäischen Netzwerks grenzübergreifender Ausbildungspartnerschaften zwischen Hochschulen und Unternehmen (UETP), die der Förderung durch technische und finanzielle Hilfe seitens der Gemeinschaft würdig sind;
- Grenzübergreifender Austausch:
Stipendien und Zuschüsse zur Förderung des grenzübergreifenden Austauschs von Auszubildenden, einschließlich neuer Hochschulabsolventen, Hochschulkräfte und Mitarbeiter von Unternehmen;
- Gemeinschaftliche fortlaufende Ausbildungsvorhaben;
Unterstützung für die Entwicklung fortlaufender europaweiter Ausbildungsvorhaben auf dem Gebiet neuer Technologien, die von Unternehmen und Hochschulen gemeinsam durchgeführt werden sowie Unterstützung für fortlaufende Ausbildungskurse zur rapiden Verbreitung der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse neuer Technologien in Hochschulen und Unternehmen;
- Multilaterale Initiativen zur Entwicklung von Multimedia-Ausbildungssystemen;
Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien;
- Zusätzliche Maßnahmen:
Informationsaustausch, Analyse der Auswirkungen neuer Technologien auf Qualifikationen und Erlangung eines besseren gegenseitigen Verständnisses der Hindernisse, die der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen im Hinblick auf fortgeschrittene Ausbildung im Wege stehen.
Mit Hilfe eines aus je zwei Vertretern der einzelnen Mitgliedstaaten bestehenden Ausschusses unter dem Vorsitz eines Kommissionsvertreters war die Kommission für die Umsetzung des Programms verantwortlich, das aus einer vorbereitenden Phase (1986), gefolgt von einer Betriebsphase (1987-1989), bestand.
Die Maßnahmen zielten auf neue Hochschulabsolventen, Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Ausbilder und andere Mitarbeiter ab.
Die Unterstützung seitens der Gemeinschaft ging nicht über 50% der förderungswürdigen Kosten hinaus. Die Projekte wurden u.a. kraft ihrer stimulierenden und beispielgebenden Beschaffenheit und ihres potentiellen Beitrags zu einer Intensivierung der ausbildungsbezogenen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen ausgewählt. Die Auswahl wurde ungeachtet der Teilnahme der in gemeinschaftlichen FuE Vorhaben involvierten Unternehmen getroffen und ging insbesondere auf die Ausbildungserfordernisse kleiner und mittlerer Betriebe ein.
Ein Jahresbericht über die Umsetzung des Programms wurde von der Kommission dem Europäischen Parlament, dem Rat, dem Beratungsausschuß über Berufsausbildung und dem Bildungsausschuß unterbreitet.