Von der Gemeinsamen Forschungsstelle durchzuführende spezifische Forschungsprogramme (EWG) - Industrielle Risiken - 1988-1991
Im Kontext der Studien über die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Anlagen führten 1988 zwanzig Organisationen aus zehn Mitgliedstaaten die Richtwertmassnahme über die Analyse grösserer Risiken (Benchmark Exercise on Major Hazard Analysis - BE-MHA) durch. Im gleichen Jahr begann die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS) mit der Entwicklung von DOMINO, einem Software-Paket, das Zwischenfallszenarien analysiert, die die Ausfallausbreitung in unterschiedlichen Ausbreitungen aufgrund von Feuer oder Explosion beinhalten.
Verbesserung der Sicherheits- und Zuverlässigkeitsbewertung von industriellen Risiken, Verbesserung des Managements und der Verhütung von Risiken angesichts u.a. von menschlichen Faktoren, Konzipieren von Methoden zur Bewältigung unkontrollierter Reaktionen und Verringerung der Risiken der Beförderung gefährlicher Produkte, wie Chemikalien, auf europäischer Ebene.
Drei Bereiche:
- Entwicklung und Bewertung von Methoden der Risikoanalyse für Anlagen, einschliesslich Richtwertmassnahmen betreffend echte Anlagen in Zusammenarbeit mit Industrie, Regierungsstellen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen;
-Entwicklung von interaktiven Hilfssystemen für die Entscheidungsfindung (IDS-Systeme) bei der Analyse und dem Management des Regionalrisikos industrieller Anlagen, die die Produktion, den Transport und die Verwendung von gefährlichen chemischen Substanzen betreffen;
-Verminderung und Bewältigung unkontrollierter Zustände bei ausgewählten chemischen Reaktionen, einschliesslich Mehrphasen-Mehrkompomenten-Strömungsphänomene.
Die Kommission, die vom Aufsichtsrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt wird, sorgt für die Durchführung des Programms durch das Institut für Sicherheitstechnologie der GFS in Ispra abgewickelt werden.
Die Kommission trägt in Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat der GFS dafür Sorge, dass regelmässige Konsultationen mit den zuständigen Beratenden Verwaltungs- und Koordinierungsausschüssen oder entsprechenden Ausschüssen durchgeführt werden, um ein koordiniertes und abgestimmtes Vorgehen bei Aktionen auf Kostenteilungsbasis einerseits und den Tätigkeiten der GFS andererseits in denselben Bereichen sicherzustellen.
Das Werkstoffinformationszentrum der GFS gewährleistet die frühzeitige Verbreitung von Forschungsergebnissen und Daten an potentielle Benutzer und dient als dauernde Schnittstelle mit der Industrie.
Die Kommission legt dem Europäischen Parlament und dem Rat jährlich vor dem 31. März einen Bericht über die Durchführung dieser Entscheidung vor. Nach ablauf des Programms legt sie einen Bericht über die durchgeführten Forschungsarbeiten vor, der von einem Gremium unabhängiger externer Sachverständiger bewertet wurde.