Von der Gemeinsamen Forschungsstelle durchgeführtes Forschungsprogramm (EWG, Euratom) - Reaktorsicherheit -, 1977-1979
Die Forschung auf diesem Gebiet beanspruchte 25 % der Forschungsanstrengungen der GFS, so daß es sich hierbei um das wichtigste Programm der GFS handelte. Damit kam auch die Priorität zum Ausdruck, die die Gemeinschaft der Forschung auf dem Gebiet der Reaktorsicherheit beigemessen hatte.
Dieses Aktivitätsgebiet wurde in steigendem Umfang in internationaler Anstrengung eingegliedert, um den erweiterten Erfahrungsaustausch optimal nutzen zu können. Die Auslegung des Programms erfolgte so, daß die Vorteile der Konzentration von Aktivitäten auf großangelegte Kernforschungsanlagen maximal zur Wirkung kamen.
Verbesserung der Methodik der Sicherheitseinschätzung, Verbesserung der Anwendung dieser Methodik und Bestätigung der Annahmen und Schlußfolgerungen durch praktische Versuche.
Sechs Projekte:
- Zuverlässigkeits- und Risikoeinschätzung;
- Studien von Störfällen außerhalb und innerhalb des Reaktors unter Verlust des Kühlmittels in Leichtwasserreaktoren;
- Die Thermohydraulik von Unterbaugruppen in flüssigmetallgekühlten schnellen Brütern;
- Durchschmelzen des Reaktorkerns und Wechselwirkungen zwischen Brennstoff und Kühlmittel;
- Dynamische Strukturbelastung und Reaktion;
- Verhinderung des strukturellen Versagens in Reaktoren.
Die Kommission war für die Durchführung des Programms verantwortlich. Dabei wurde sie vom Gouverneursrat der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) unterstützt. Die Forschungsarbeiten wurden bei der GFS in Ispra durchgeführt.