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EUropean TRanslational training for Autoimmunity & Immune manipulation Network

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Europäisches Netzwerk für entzündliche Erkrankungen

Etwa 5 bis 8 % der Bevölkerung leiden an immunvermittelten entzündlichen Erkrankungen (Immune-mediated inflammatory diseases, IMID). Zu verstehen, was eine mit Entzündungen einhergehende Pathogenese auslöst, kann die Gestaltung neuartiger therapeutischer Ansätze unterstützen.

Grundlagenforschung
Gesundheit

Immunvermittelte entzündliche Erkrankungen wie die juvenile idiopathische Arthritis (JIA) sind in der Kindheit auftretende chronische Erkrankungen, die zu erheblicher Morbidität und dauerhafter Invalidität führen. Gegenwärtig gibt es keine sichere und kostenwirksame Heilung für JIA und andere juvenile IMID, und keine der zugelassenen Therapien sind für Kinder geeignet. An diesen Erkrankungen leidende Kinder müssen lebenslangen Behandlungen mit erheblichen Nebenwirkungen entgegensehen. Überdies sind dringend Verbesserungen in der Diagnostik, Entwicklung von Vorhersageinstrumenten für das Ansprechen auf die Behandlung sowie innovative und spezifische therapeutische Interventionen erforderlich. Zu diesem Zweck vereinte die von der EU finanzierte Initiative EUTRAIN führende Fachleute auf dem Gebiet der JIA-Forschung. Bei den Projektaktivitäten konzentrierte man sich auf die juvenile idiopathische Arthritis, da sie verschiedene, gut definierte Untergruppen mit unterschiedlicher Immunpathogenese aufweist und die Resultate somit bei weiteren immunvermittelten entzündlichen Erkrankungen direkt von Nutzen sei können. Das Projekt umfasste auch die Fortbildung einer zukünftigen Generation von Wissenschaftlern, welche die IMID-Forschung fortsetzen und Beiträge zur Entwicklung von bahnbrechenden Ansätzen für die Diagnose und Behandlung von IMID leisten wird. Das Bildungsprogramm wurde vom Eureka institute for Translational Medicine koordiniert. Es konzentrierte sich auf die Weiterbildung der angeworbenen Forscherinnen und Forscher über Translationsmedizin, Karriereberatung und den Erwerb von ergänzenden Befähigungen wie etwa Netzwerkkommunikation, kritisches Denken und Problemlösung. Darüber hinaus wurden Schulungen von EUTRAIN-Partnern angeboten. Dazu zählten ein Workshop über Maus-Bildgebung und ein Onlinekurs e-learning medical course zur Einführung in die Translationsmedizin. Aus wissenschaftlicher Sicht konnte das Projekt wichtige Durchbrüche in der Ermittlung neuer Methoden zum Hervorrufen von Immuntoleranz erreichen. Die Methodik umfasste hauptsächlich die zelluläre und molekulare Manipulation regulatorischer T-Zellen. Die EUTRAIN-Forscher kombinierten außerdem immunologisches Wissen mit den neuesten bildgebenden Verfahren, während klinische Kohortenstudien die Grundlage für die Erkennung von IMID-Biomarkern bildeten. Zudem gelang EUTRAIN die erfolgreiche Erstellung eines rechnerischen Algorithmus zum Einsatz neuartiger Bildverarbeitungsinstrumente. Insgesamt hatte die EUTRAIN-Initiative ein erfolgreiches wissenschaftliches Fortbildungsprogramm für Translationsmedizin bei IMID sowie bedeutende wissenschaftliche Errungenschaften anzubieten. Zudem wird das eingerichtete Bildungsprogramm die kontinuierliche IMID-Forschung durch gut ausgebildete Forscherinnen und Forscher vereinfachen und mit innovativen neuen Diagnose- und Behandlungsansätzen Einfluss auf das Gebiet nehmen.

Schlüsselbegriffe

immunvermittelte entzündliche Erkrankungen, juvenile idiopathische Arthritis, EUTRAIN, Toleranz, regulatorische T-Zellen

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