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Nachwuchsforscher entwickeln neue Konzepte für elektronische Haut

Im Rahmen einer EU-Initiative sollten Forscher das neue multidisziplinäre Feld der flexiblen und großflächigen Elektronik und Sensortechnik vorantreiben.

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Das EU-finanzierte Projekt CONTEST (Collaborative network for training in electronic skin technology) unterstützte eine Gruppe von Nachwuchsforschern bei der Planung, Herstellung, Charakterisierung und Nutzung flexibler und multifunktionaler elektronischer Systeme, insbesondere der elektronischen oder intelligenten Haut (e-skin). CONTEST organisierte Schulungen für 16 Nachwuchsforscher und 4 erfahrene Forscher, die insgesamt 478 Personenmonaten entsprachen. Dabei konnten die Forscher mit hochmodernen Geräten arbeiten. Unterstützt wurde dies durch formale Ausbildungskurse in relevanten Bereichen und eine Vielzahl ergänzender Schulungen, Kolloquien und Seminare. Die wissenschaftliche Ausbildung beinhaltete wichtige Aspekte großer flexibler Elektroniksysteme als Komponenten der e-skin. Die wichtigsten Schulungs- und Verbreitungsaktivitäten waren Sommerakademien, Workshops und Arbeitssitzungen auf internationalen Konferenzen. Der Schwerpunkt von CONTEST lag auf Systemen und Schaltungen, die auf flexiblen Substraten aufgebracht sind, und hierfür wurde die Eignung organischer und anorganischer Halbleitermaterialien geprüft. Das Team entwickelte Modelle und Simulationsprotokolle für flexible elektronische Geräte und veröffentlichte die Ergebnisse in mehreren Konferenzberichten. Die Forscher entwickelten Sensoren, die auf flexiblen Substraten aufgebracht werden können, sowie entsprechende organische und anorganische Halbleiter. Dann wurden verschiedene Strategien untersucht, um die Sensoren und elektronischen Komponenten auf flexiblen Substraten unterzubringen. Ein weiterer Schwerpunkt waren Machbarkeit und Zuverlässigkeit, und die Ergebnisse wurden in Fachbeiträgen präsentiert. Weitere Forschungsrichtungen waren der Einsatz von e-skin an der Roboter/Mensch/Umwelt-Schnittstelle und Schmerzerkennung mittels Robotertechnik. Eine Innovation in dieser Richtung war die Entwicklung einer elektronischen Haut, die Schmerzen wahrnehmen kann (e-skin). Die Fortschritte wurden in mehreren Publikationen präsentiert und beförderten auch öffentliches Engagement an einer Spitzenuniversität im Vereinigten Königreich. Da die EU bei der Entwicklung großflächiger flexibler Elektronik bereits vorn liegt, könnten die Ergebnisse von CONTEST von enormer Bedeutung in verschiedensten Sektoren wie Medizin und Robotik sein. Damit dürfte elektronische intelligente Haut schon bald keine Zukunftsmusik mehr sein.

Schlüsselbegriffe

Elektronische Haut, großflächige Elektronik, CONTEST, intelligente Haut, e-Haut

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