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Innovative integrative tools and platforms to be prepared for radiological emergencies and post-accident response in Europe

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Verbesserte Notfallvorsorge und Reaktionsbereitschaft bei nuklearen und radiologischen Ereignissen

Im Anschluss an die Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 wurden Lücken in der nuklearen und radiologischen Notfallvorsorge sowie auch in der Reaktion der EU auf die im Entstehen begriffene Krise aufgedeckt. Von der EU finanzierte Forscher arbeiteten an der Beseitigung dieser Diskrepanzen, indem man wirkungsvolle Notfallmanagementprozeduren, -methoden und instrumente entwickelte.

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Die Arbeit an dem Projekt PREPARE (Innovative integrative tools and platforms to be prepared for radiological emergencies and post-accident response in Europe) baute auf den Arbeiten von NERIS-TP auf, um Notfallvorsorge und -gegenmaßnahmen (emergency preparedness and response, EPR) für nukleare und radiologische Notstandssituationen zu verstärken. Die Partner widmeten sich der Überprüfung existierender EPR-Prozeduren für den Umgang mit langanhaltenden Freisetzungen sowie mit grenzüberschreitenden Problemen bei der Überwachung und der Lebensmittelsicherheit. Sie entwickelten Funktionalitäten, die in den Entscheidungshilfesystemen noch fehlen. Dazu zählte die verbesserte Quelltermabschätzung und Ausbreitungsmodellierung sowie die Einbeziehung hydrologischer Pfade europäischer Gewässer. Auf dem Wege der Zusammenarbeit von europäischen Industrie-, Forschungs- und Regierungseinrichtungen entwickelte PREPARE eine analytische Plattform (Analytical Platform, AP), die wissenschaftliche und operative Mittel zur verbesserten Erhebung und zum zielgerichteren Austausch von Informationen sowie zur Bewertung derartiger Katastrophen erforscht. Die AP stellt sowohl für die Behörden als auch für nichtinstitutionelle Experten ein wertvolles Reservoir an Fachwissen dar. Das zum Portal gehörende „Ask the expert“-Tool widmet sich der wechselseitigen Kommunikation mit der Öffentlichkeit. Damit können die Auskünfte an die aktuellen Bedürfnisse der Öffentlichkeit angepasst und die durch die Medien aufgeworfenen Fragen beantwortet werden. Forscher untersuchten außerdem traditionelle und soziale Medien, um die Weiterleitung relevanter, zuverlässiger und vertrauenswürdiger Informationen an die Öffentlichkeit zu verbessern. PREPARE entwickelte allgemeine Empfehlungen zur Realisierung der Medienkommunikation in einem Notfallmanagementplan. Man konsultierte Produzenten, Verbraucher und andere Interessengruppen im Verarbeitungs- und Einzelhandelssektor, um die allgemeine Verwaltung der aufgrund derartiger Katastrophen kontaminierten Waren zu verbessern. Interessenvertretergremien überprüften vorhandene Handlungsempfehlungen und ermittelten Bereiche, in denen Verbesserungen erforderlich sind. Zielgerichtete Treffen dieser Art sollen verbesserte Bereitschaftspläne für die Lage nach Störfällen auf nationaler und lokaler Ebene in den europäischen Ländern zum Ergebnis haben. Weitere Projektaktivitäten waren Schulungen, Übungen und Verbreitungsmaßnahmen. Im Laufe des Projekts fanden verschiedene Workshops statt, darunter im Januar 2016 in Bratislava (Slowakei) der Abschlussworkshop „Innovative integrative tools and platforms“ (Innovative integrative Werkzeuge und Plattformen). Insgesamt nahmen an dem Workshop 112 Teilnehmer aus 24 Ländern teil. Die Projektarbeit resultierte in Werkzeugen und Methoden, die von nationalen Organisationen eingesetzt und in Entscheidungshilfesystemen wie etwa ARGOS und RODOS umgesetzt werden können. PREPARE leistete somit wichtige Beiträge zu einer Harmonisierung der EPR in Europa.

Schlüsselbegriffe

Notfallplanung und -abwehr, Notfallvorsorge und Reaktionsbereitschaft, nuklear, radiologisch, Notfallmanagement

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