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Inhalt archiviert am 2024-05-29
Hypoallergenic nickel-free (imitation) jewellery by employing nano-structured galvanic coatings

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Umstyling beim Schmuck

Forschungsanstrengungen zum Thema sicherer, nicht gesundheitsgefährdender, hypoallergener Schmuck leisten ihren Beitrag zu den EU-Richtlinien in diesem Sektor. In diesem Bereich steht noch weitere Forschungsarbeit an - es sind allerdings auch bereits wichtige Fortschritte erzielt worden.

Europa verfügt über eine jahrhunderteweit zurückreichende Tradition der Schmuckherstellung, die auch heutzutage europaweit von zahlreichen Handwerkern sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) weitergeführt wird. Die Schmuckbranche ist im Einklang mit dem guten Ruf des Kontinents, was die Herstellung hochwertiger Produkte angeht, stets auf der Suche nach neuen Wegen, um Standards, handwerkliches Können und Sicherheit der Produkte zu verbessern. Das EU-finanzierte Projekt "Hypoallergenic nickel-free (imitation) jewellery by employing nano-structured galvanic coatings" (Hyponick) entwickelte nickelfreie Untergründe für edle und halbedle beschichtete Schmuckstücke, die vollständig hypoallergen sind. Man erreichte dies mittels galvanischer Metallabscheidung nanostrukturierter Beschichtungen, wodurch der Kontakt mit Nickel ganz erheblich minimiert wird. Obgleich es das Gegenteil besagende EU-Richtlinien gibt, wird bei derzeit eingesetzten Verfahren immer noch auf nickelhaltige Beschichtungen zurückgegriffen, die vor allem auf empfindlicher Haut häufig allergische Reaktionen hervorrufen. Das Projektteam beschrieb Materialien und Konfigurationsanforderungen des neuen Paradigmas für Schmuckbeschichtungen, indem Beschichtungsparameter und die Prüfung der Materialien definiert wurden. Man war damit in der Lage, die Ausbreitung von Kupfer aus dem Untergrund an die Goldoberfläche im Vergleich zu Weißbronze um mehr als 90% zu reduzieren, wodurch das Anlaufen von Goldoberflächen maßgeblich minimiert wurde. Aufgrund der verbesserten Abrieb- und Korrosionsbeständigkeit konnte das Team außerdem dem vergoldeten Schmuck zu mehr Langlebigkeit verhelfen. Das neue Verfahren reduzierte die Beschichtungskosten um 30%, was der Industrie einen weiteren Wettbewerbsvorteil verschafft. Gegen Ende des Projekts Hyponick gelang den Forschern die Entwicklung von Untergründen, die frei von Nickel, Zyanid und Blei waren. Neue Techniken erhielten den Feinschliff, um glatte Schichten und ideale Legierungen - ingesamt bessere Beschichtungen - zu erzielen. Zwar müssen in die Langlebigkeit von Glanz und Farbe noch mehr Forschungsanstrengungen investiert werden, aber die am Projekt teilnehmenden KMU wurden von den Ergebnissen angespornt und erreichten letztlich die meisten ihrer Ziele. Die Studienergebnisse sollten die Industrie dabei unterstützen, endgültig vom Nickel wegzukommen und auf eine tatsächlich nickelfreie Verarbeitung umzustellen.

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