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An intelligent exercise machine for measurable and motivational neuro-muscular rehabilitation therapy

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Intelligenter Heimtrainer verbessert Rehabilitation für Patienten

Schon jetzt nehmen jedes Jahr Millionen von EU-Bürgern – auch Erwerbstätige – physiotherapeutische Behandlung in Anspruch. Mit dem demografischen Wandel wird dann die Zahl vor allem älterer Patienten steigen, was die Gesundheitssysteme unter Druck setzt.

Gesundheit

Marktgängige Rehabilitationssysteme liefern häufig keine befriedigenden Behandlungsergebnisse, da sie nicht auf den individuellen Trainingsbedarf zugeschnitten werden können. Normalerweise muss für jeden Patienten ein ausgebildeter Therapeut bereitstehen, die Wartelisten sind lang, die Compliance mit dem Rehabilitationstraining ist niedrig und zudem mangelt es an genauen Daten zum Fortschritt des Patienten. Das EU-finanzierte Projekt Enjoint entwickelte in diesem Sinne ein intelligentes Trainingsgerät für neuromuskuläre Rehabilitationstherapien. Dieser „Roboter“ stellt genaue Informationen über den Patienten bereit und richtet das Physiotherapie-Training an der jeweiligen Schädigung und dem Behandlungsfortschritt aus. Zudem sorgt ständiges Feedback beim Patienten für Motivation, sein Rehabilitationsprogramm genau einzuhalten. Feedback durch Roboter Enjoint ist ein einfaches elektrisches Seilzugsystem mit einer Schnur und einem Griff. „Das System ist im Internet der Dinge (IdD) mit der Cloud vernetzt, über die alle Daten und Berichte generiert werden“, sagt Jesper Heltzen, Projektkoordinator, CEO und Gründer des dänischen KMU RoboFit ApS. Die Technologie unterstützt Patienten, die den Arm nicht mehr vollständig heben können. „Indem das Gerät den aktuellen Bewegungs- und Kraftbereich des Patienten misst, kann es genau dort unterstützen, wo Bedarf besteht. Zudem erfahren die Patienten über visuelles und taktiles Echtzeit-Feedback, ob sie die Übungen richtig durchführen“, erklärt Heltzen. Vor und nach einer Trainingseinheit bewertet der Patient jeweils das Schmerzlevel. Anhand der Daten kann der Physiotherapeut dann die Übung nach Bedarf anpassen. Nachdem der Physiotherapeut die Übungen des Patienten vorprogrammiert hat, loggt sich der Patient mit einer Schlüsselkarte in das System ein. Sobald der Griff in die Ausgangsposition fährt, kann ihn der Patient fassen und mit der ersten Übung beginnen. Mehrere Vorteile Für die neuromuskulären Übungen berechnet der Roboter die Kraft- und Bewegungskurve patientenspezifisch und passt sie an. „So können Patienten nach Bedarf direkt bei der Übung unterstützt werden und Bereiche verstärkt werden, in denen keine Schmerzen auftreten oder genug Kraft vorhanden ist“, erklärt Heltzen. Schwerpunkt des Projekts war von Anfang an, dass der Roboter auch als Heimtrainer fungiert, sodass die Patienten selbstständig in den eigenen vier Wänden trainieren können. Laut Heltzen „wird das einfache, benutzerfreundliche und sichere Heimtrainersystem lediglich an der Wand befestigt und nimmt daher keinen Platz weg, wenn es nicht benutzt wird.“ Mit Enjoint stieg die Compliance im Rehabilitationsprogramm von 30 auf fast 90 %. „So können Menschen schneller wieder in ihren beruflichen Alltag zurückkehren, auch werden therapeutische Ressourcen freigegeben und Arbeits- wie auch Produktionsausfälle reduziert. Neben Patienten profitieren auch Pflegekräfte und nationale Gesundheitswesen von dem einzigartigen System“, fasst Heltzen zusammen.

Schlüsselbegriffe

Enjoint, Übung, Training, Rehabilitation, Roboter, Physiotherapie, neuromuskulär

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