Computergestützte visuelle Wahrnehmung
Die Verarbeitung visueller Informationen wird von einer Serie von Verarbeitungsoperatoren bewerkstelligt, die auf das Bild einwirken und in komplexen, hierarchisch strukturierten Ebenen organisiert sind. Die Aktivitäten dieser Verarbeitungsoperatoren werden durch einfache Rechennetze wie z.B. ein Maschennetzwerk aus aktiven Widerständen oder ein neuronales biologisches Netz nachgebildet. Auf der Grundlage dieser Konzepte wurde in diesem Projekt ein analoges System für die Lösung spezieller visueller Aufgaben auf der Wahrnehmungsebene entwickelt. Bei diesem System handelt es sich im Wesentlichen um eine analoge integrierte Schaltung, die aus einem gut organisierten Netzwerk aus einfachen, interaktiven Elementen zur Verarbeitung visueller Informationen besteht. Diese Elemente wirken als fein abgestimmte Filter, die in Echtzeit lokale Merkmale aus einem Bild aus der wiederkehrenden Interaktion benachbarter Pixel extrahieren. Auf diese Weise sind sie in der Lage, verschiedene komplexe Informationsprozesse zu bewältigen, durch die typische Aufgaben der visuellen Wahrnehmung charakterisiert sind. Für das kombinierte Sensor- und Computersystem gibt es zahlreiche mögliche Anwendungen in vielen Industrie-, Consumer- und Medizintechnik-Produkten, die zur Ausführung von Warn- und Leitaufgaben dienen. Das könnten etwa Sensoren sein, die als Rückspiegel in Fahrzeug-Sicherheitssystemen dienen, oder allgemein Verhaltenssysteme, die Reflexe zur beschleunigten Auslösung bestimmter Aktivitäten liefern. Weitere mögliche Anwendungen sind Detektoren zum Identifizieren von Bewegungen von Kindern bzw. Patienten zu Hause oder in Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge, aber auch als Sehhilfe für ältere und behinderte Menschen.