Intensivere Erforschung von fettlöslichen Vitaminen
Vitamine sind organische Wirkstoffe, die für viele Funktionen des menschlichen Körpers obligat sind. Sie wirken auf vielfältige Weise und können im Allgemeinen nicht von Zellen synthetisiert werden, so dass sie dem Körper mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Man unterscheidet zwischen wasserlöslichen und fettlöslichen Vitaminen. Zur letzteren Gruppe gehören die Vitamine A, D, E und K, die eine wichtige Rolle für das Wachstum und die Differenzierung von Genen und Organen spielen. Andererseits kann die klinische Bedeutung eines Mangels an fettlöslichen Vitaminen zu ernsthaften Erkrankungen wie Anämien und Erblindung und sogar zu lebensbedrohenden Krankheiten wie Krebs führen. Bei der niederländischen Forschungsorganisation TNO ist ein neues computergesteuertes Modell entstanden, das die Wege von fettlöslichen Vitaminen im Magen-Dünndarm-Trakt simuliert. Mit diesem System, das bereits anhand von In-vivo-Daten validiert wurde, gelang die Bioaccessibility-Vorhersage von fettlöslichen Vitaminen aus Gemüse. Das Fernziel besteht darin, die Forschungsarbeit auf alle Substanzen auszudehnen, die in Fetten löslich sind und vom Körper entweder mit der Nahrung oder mit Medikamenten aufgenommen werden. Für eine gesunde Lebensführung kommt der Ernährung besondere Bedeutung zu. Doch neben der Nahrung werden vielfach auch zusätzliche Vitamine als Ergänzung der in den Lebensmitteln enthaötenen Nährstoffe eingenommen. Eine Untersuchung der Verfügbarkeit und Absorption von Nähstoffen in Lebensmitteln wird die Ernährungswissenschaftler und Ärzte erheblich dabei unterstützen, für ihre Patienten optimal ausgewogene Diätpläne aufzustellen, was in vielen Fällen - beispielsweise bei Fettleibigkeit - extrem wichtig ist. Aber auch die Pharmaindustrie wird bei der Entwicklung neuer Nahrungsmittelzusätze, die unseren Organismus stärken, von diesen Studien profitieren.