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The application of advanced computer technology to the new product development process in the ceramics industry

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Keramik-Design am Computer

Schon ein einziger Wettbewerbsvorteil kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden und den Ausschlag dafür geben, ob einem Produkt eine Zukunft beschieden ist oder nicht. Dies gilt in besonderem Maße für den Bereich des Industriedesigns, und vor diesem Hintergrund wurde ein Projekt gestartet, mit dem untersucht werden sollte, wie die Anwendung modernster Computertechnologien der Keramikindustrie am besten bei der Entwicklung neuer Produkten helfen kann.

Industrielle Technologien

Ein Produktdesign beinhaltet sorgfältige Forschung und Entwicklung, und beides kostet Zeit und Geld. Daher ist jede Technologie, die beides oder zumindest eines davon reduzieren kann, eine wertvolle Hilfe, wenn sie dazu führt, dass ein Unternehmen ein neues Produkt deutlich früher auf den Markt bringt und so seine eigene Wettbewerbsposition stärkt. Um herauszufinden, ob und wie moderne Verfahren des computergestützten Designs der Keramikindustrie Vorteile bringen können, wurde ein EU-finanziertes Projekt ins Leben gerufen. Darin wurden untersucht, in welchen Bereichen die moderne Computertechnologie nicht nur als Hilfsmittel zur Erzielung wirtschaftlicher Vorteile, sondern auch zur Aufrechterhaltung einer globalen Präsenz genutzt werden könnte. Dafür ermittelten die Projektpartner erst einmal, welche Software am zweckmäßigsten für das Industrikeramik-Design einsetzbar ist. Im weiteren Projektverlauf wurde die Software modifiziert und zu einem endgültigen Paket konfiguriert, das weitgehend auf die Bedürfnisse dieses Industriezweigs abgestimmt ist, womit das Hauptziel des Projekts erreicht war. In einigen Fällen wurde das Paket sogar bei Unternehmen implementiert und stellte dort eindrucksvoll seine Fähigkeit unter Beweis, die meisten Designvorgaben zu erfüllen. Ein weiteres Ziel bestand darin, Hilfsmittel aufzuspüren, mit denen Vorlaufzeiten bei der Produktentwicklung unter Einbeziehung dieser Technologien spürbar verkürzt werden konnten. In einigen Fällen gelang dabei eine Verkürzung um bis zu 30%. Bei der Identifizierung der zur Integration der Software am besten geeigneten Vorgehensweise lieferte das Projekt gemischte Ergebnisse und erwies sich als am besten geeignet auf dem Gebiet des Tafelgeschirrs, wo die Produktion von Geschirr unter Anwendung von Verfahren aus dem Rapid Prototyping möglich war. Dies führte direkt zu der Möglichkeit, Werkzeugausrüstungen auf der Ebene der jeweiligen Produktionsprozesse zu anzufertigen. Keramik im Sanitärbereich lieferten weniger signifikante Ergebnisse; hier kam die Studie zu dem Schluss, dass es nur begrenzte Anwendungs- oder Wertschöpfungsmöglichkeiten gab, da die Kosten für die Entwicklung Prototypen in Originalgröße untragbar waren. Gleichwohl beleuchtete die Studie kritische Bereiche, in denen die Keramikhersteller von der Integration von Computertechnologien wie Rapid Prototyping und Rapid Machining sowie von computergestützten Konstruktions- und Fertigungsverfahren profitieren würden. Die Studie ist noch nicht abgeschlossen und befindet sich noch in den Voruntersuchungsphasen, hat aber bereits einige ermutigende Ergebnisse geliefert.

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