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Untersuchung von menschlichen Fehlern bei maritimen Unfällen

Entwicklung einer integrierten Methode für die effektive Bewertung von menschlichen und organisatorischen Fehlern bei maritimen Unfällen.

Industrielle Technologien

Die Forschung über die Ursachen maritimer Unfälle der jüngsten Vergangenheit hat deutlich gemacht, dass trotz technologischer Verbesserungen bei bis zu 80 Prozent aller berichteten und analysierten Fälle menschliche und organisatorische Fehler (HOE) direkt oder indirekt verantwortlich waren. Dies erlangt zunehmendes Interesse, wenn zu erwarten ist, das mit zunehmender Größe der Schiffe und weltweit zunehmendem Handelsverkehr Seeunfälle auch potenzielle Schäden für die Umwelt darstellen. Aus diesem Grunde sollte die Sicherheit des Personals und der Umwelt als doppelt wichtig betrachtet werden. In diesem Zusammenhang wurde eine Methodologie für die Untersuchung und Analyse von maritimen Unfällen entwickelt, die den Faktor HOE in Betracht zieht. Damit sollen die mit der Untersuchung beauftragten Behörden in die Lage versetzt werden, solchen Unfällen wirksam Rechnung zu tragen. Dazu wurde in erster Linie eine gründliche Untersuchung und kritische Bewertung der verfügbaren, dem aktuellen Stand der Technik entsprechenden Ansätze der Unfalluntersuchungen in der Literatur und innerhalb von Industrien wie Luftfahrt-, chemische und Offshore-Industrie durchgeführt. Durch die Kombination der besten Merkmale der verschiedenen Methoden wurde eine Methodologie entwickelt, mit der die auf menschliche Fehler bei Seeunfällen zurückführenden Faktoren angemessen berücksichtigt werden können. Ziel einer solchen Methodologie ist die Weiterentwicklung der ermittlungsbezogenen Fähigkeiten, indem es möglich gemacht wird, die Ursachen, die zum Auftreten des Unfalls führten, richtig beurteilen zu können und damit letzten Endes das Wiederauftreten solcher Unfälle zu verhindern. Ein bedeutender Vorteil der Methodologie besteht darin, dass ein ausgebildeter Ermittler erlernen kann, sie wirkungsvoll anzuwenden, ohne dazu weiteres Fachwissen zu benötigen. Schließlich sollte nicht versäumt werden, zu erwähnen, dass die entwickelte Methodologie für die unmittelbare praktische Umsetzung seitens der verschiedenen Untersuchungsbehörden zur Verfügung steht. Projekt-Website: http://www.deslab.naval.ntua.gr/~webpage/casmet/

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